Am Sonntagabend, 01.03.2026, gegen 19:20 Uhr brach in einem Fitnessstudio in Neunkirchen-Wellesweiler (SL) ein Großbrand aus. Rund 18 Personen konnten das Gebäude unverletzt verlassen. Mehr als 130 Einsatzkräfte verhinderten eine Ausbreitung auf ein angrenzendes Bürogebäude.
Am 01.03.2026 gegen 19:20 Uhr wurde der Neunkircher Wehr über den Notruf ein
Brand in der Sauna des großen Fitnessstudios in der Unteren Bliesstraße im Neunkircher Stadtteil Wellesweiler gemeldet.
Bis zum Eintreffen der
Feuerwehr nur Minuten nach dem Alarm hatten bereits alle Besucher und Beschäftigten - insgesamt 18 Menschen - das Fitnessstudio unverletzt verlassen. Bei der Evakuierung der Menschen aus dem Fitnessstudio half auch ein gerade selbst unter den Besuchern des Fitnessstudios befindlicher Feuerwehrmann tatkräftig mit.
(Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Neunkirchen)
Nach ihrer Flucht aus dem
Gebäude wurden die 18 Menschen durch den Rettungsdienst vor Ort medizinisch untersucht und betreut. Verletzt und in ein Krankenhaus transportiert werden musste niemand.
Schon bei ihrer ersten Lageerkundung stellten die
Feuerwehrleute eine starke Verrauchung im gesamten eingeschossigen Gebäude fest. Noch während sie einen Löschangriff aufbauten kam es zu einer Rauchgasdurchzündung. Dabei entzündeten sich schlagartig die im Gebäude aufgestauten brennbaren und extrem heißen Brandgase und setzten dieses komplett in Brand.
(Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Neunkirchen)
Alle Bemühungen einer
Brandbekämpfung unter Atemschutz im Gebäudeinneren musste die Feuerwehr wegen der massiven Brandausbreitung und -intensität einstellen. Diese führte schließlich auch zum weitgehenden Einsturz des Flachdaches über dem Fitnessstudio.
(Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Neunkirchen)
Stattdessen konzentrierte die Feuerwehr ihre Einsatzmaßnahmen auf einen Löschangriff von außen. Einen Schwerpunkt bildete zudem der Schutz eines direkt an das Fitnessstudio angebauten mehrgeschossigen Bürogebäudes. Eine Ausbreitung des Feuers auf diesen Gebäudeteil konnte die Feuerwehr erfolgreich verhindern.
Die enorme Brandausbreitung in dem Fitnessstudio erforderte auch die Ausweitung des Feuerwehreinsatzes. Nach dem ersten Alarm für die Löschbezirke Wellesweiler, Südost und Neunkirchen-Innenstadt wurden nach und nach auch die restlichen drei Neunkircher Löschbezirke in den Einsatz miteinbezogen.
(Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Neunkirchen)
Neben der Neunkircher Drehleiter kam auch die der benachbarten Feuerwehr Bexbach zum Einsatz. Von ihnen aus konnte der Brand aus der Höhe mit Wasserwerfern beharkt werden. Um den großen Löschwasserbedarf bei dem Großbrand zu stillen wurde die Feuerwehr Merchweiler mit ihrem Schlauchwagen angefordert. Mit ihm konnte eine leistungsfähige Schlauchleitung aufgebaut werden um die Wasserwerfer der beiden Drehleitern und ein Dutzend Strahlrohre am Boden zu speisen.
(Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Neunkirchen)
Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde vorsorglich eine Bevölkerungswarnung über Katwarn veranlasst. Im weiten Umkreis wurden die Menschen vorsorglich aufgefordert Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungen abzuschalten.
Zusätzlich wurden in einem Radius von sechs Kilometern Messfahrten mit dem CBRN-Erkunder - einem speziellen Messfahrzeug - der Feuerwehr Illingen durchgeführt. Vor Ort berieten zwei Fachberater für chemische Stoffe die Einsatzkräfte. Eine Schadstoffbelastung konnte bei den Messungen nicht festgestellt werden. Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung.
(Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Neunkirchen)
Gegen 22 Uhr stellte sich der Erfolg der Löschmaßnahmen schließlich ein und die Feuerwehr konnte "Brand unter Kontrolle" melden. Doch brannten verteilt über das ganze Gebäude an vielen Stellen noch kleine Glutnester, teilweise verdeckt durch die eingestürzte Dachkonstruktion, vor sich hin.
(Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Neunkirchen)
Um diese für die Brandbekämpfung von außen freizulegen wurde das Technische Hilfswerk (THW) aus Spiesen-Elversberg mit schwerer Räumtechnik angefordert. Der große Radbagger des THW trug in verschiedenen Bereichen mit seinem hydraulischen Greifer Gebäudeteile für die Nachlöscharbeiten ab. Die langwierige Suche und Bekämpfung der verstreut liegenden Glutnester dauerte bis in den Montagmorgen an.
(Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Neunkirchen)
Für die Nachlöscharbeiten konnte aber der Kräfteansatz an der Einsatzstelle deutlich reduziert werden. Nur noch wenige Feuerwehreinheiten blieben für die letzten Löschmaßnahmen in der Unteren Bliesstraße im Einsatz. Bis etwa 8 Uhr am Morgen war die Neunkircher Feuerwehr noch mit Nachlöscharbeiten zu Gange. Im Anschluss wurde für den Vormittag noch eine kleine Brandwache zur Überwachung eingerichtet.
Insgesamt waren mehr als 130 Einsatzkräfte von Feuerwehr,
Polizei, Rettungsdienst, THW und Energieversorger im Einsatz. Auch zahlreiche Führungskräfte machten sich vor Ort ein Bild der Lage.
Quelle der Polizeinachricht: Kreisfeuerwehrverband Neunkirchen