Header Logo

Polizei

ticker

Baden Wuerttemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein Westfalen
Rheinland Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen Anhalt
Schleswig Holstein
Thueringen

Neuss – Phosphor-Brandbombe am Rheinufer entzündet sich

Redaktion Polizeiticker Deutschland

Nächster ❯

Ein rauchendes, zylinderförmiges Objekt liegt nahe am Ufer eines Flusses, umgeben von Kieselsteinen und Wasser. Im Hintergrund ist eine bewaldete Uferlandschaft zu sehen.
Aus dem stark korrodierten Bombenkörper trat weißer Rauch aus, stellenweise brannte er. (Bildquelle: Feuerwehr Neuss)

Am Rheinufer bei Neuss ist eine britische Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Durch das Niedrigwasser wurden rund 300 Gramm weißer Phosphor freigelegt, der sich beim Kontakt mit der Luft entzündete. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst sicherte den Bombenkörper nach dem Ausbrennen.

Am Sonntagnachmittag, 4.10.2026, wurde die Feuerwehr zu einem ungewöhnlichen Fund am Rheinufer in Höhe der Fleher Brücke alarmiert. Dort war ein stark korrodierter Metallkörper aufgefunden worden, aus dem weißer Rauch austrat und der stellenweise brannte. Die Polizei befand sich bereits vor Ort.
Erste Erkundungen erhärteten schnell den Verdacht auf ein Kampfmittel. Da keine Gefahr einer weiteren Brandausbreitung bestand, entschieden sich die Einsatzkräfte, den brennenden Metallkörper kontrolliert ausbrennen zu lassen.
Der Bereich wurde abgesperrt, das zuständige Ordnungsamt sowie der Kampfmittelbeseitigungsdienst nachgefordert und bis zu dessen Eintreffen eine Brandwache gestellt.
Eine rostige Metallröhre liegt in einem kiesbedeckten Flussbett. Die Röhre zeigt deutliche Abnutzungserscheinungen und liegt horizontal im flachen Wasser.
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst identifizierte den Fund als britische Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. (Bildquelle: Feuerwehr Neuss)

Rund 300 Gramm weißer Phosphor in der Bombe

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst identifizierte den Fund als britische Brandbombe vom Typ INC 30 LB aus dem Zweiten Weltkrieg. Im vorderen Bereich dieses Bombentyps befinden sich rund 300 Gramm weißer Phosphor.
Dieser war infolge des Niedrigwassers freigelegt worden und entzündete sich beim Kontakt mit der Luft. Die ursprüngliche Hauptbrandladung aus einem Benzin-Kautschuk-Gemisch war durch die lange Lagerung im Wasser bereits ausgespült und stellte keine weitere Gefahr mehr dar.
Ein steiniger Flussuferabschnitt mit einem rauchenden Objekt in der Nähe des Wassers. Im Hintergrund ist Wald zu sehen und der Himmel ist klar.
Durch das Niedrigwasser wurde weißer Phosphor freigelegt, der sich beim Kontakt mit Luft entzündete. (Bildquelle: Feuerwehr Neuss)

Feuerwehr warnt vor Berühren verdächtiger Gegenstände

Wer am Rheinufer oder an anderer Stelle einen verdächtigen Gegenstand findet, sollte diesen auf keinen Fall berühren, bewegen oder selbst untersuchen.
Abstand halten, andere Personen von der Fundstelle fernhalten und umgehend die Polizei oder Feuerwehr über den Notruf 110 oder 112 verständigen. Ob es sich tatsächlich um ein Kampfmittel handelt, kann häufig erst durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst sicher festgestellt werden.
Nachdem der verbliebene Phosphor ausgebrannt war, wurde der Bombenkörper durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst gesichert und abtransportiert. Der Einsatz dauerte rund drei Stunden.
Quelle der Polizeinachricht: Feuerwehr Neuss

Kategorien:

Nordrhein-Westfalen
Feuerwehr

Nächster ❯