Obduktion der Leiche aus der Aller – Tote ist Vermisste aus Celle
Redaktion Polizeiticker Deutschland
(Symbolbild) (Bildquelle: NoName_13 von Pixabay)
Nach dem Leichenfund am Samstag, 12.04.2026, in der Aller bei Hambühren (NI) gibt es neue Erkenntnisse. Die Tote ist die vermisste 25-jährige Michelle H. Hinweise auf ein Tötungsdelikt ergaben sich nicht.
Obduktion nach Leichenfund in der Aller
Die am Samstag, 12.04.2026, in der Aller bei Hambühren aufgefundene Leiche ist zwischenzeitlich obduziert worden.
Polizei und Staatsanwaltschaft gehen aufgrund verschiedener körperlicher Merkmale davon aus, dass es sich bei der aufgefundenen Toten um die seit vier Wochen vermisste Michelle H. aus Celle handelt. Endgültige Sicherheit soll ein DNA-Abgleich erbringen.
Handy gefunden
Einsatzkräfte fanden außerdem das Handy der Vermissten, welches nun ausgewertet wird.
Keine Hinweise auf Fremdeinwirkung
Ausweislich des vorläufigen Obduktionsergebnisses sind im Halsbereich des Leichnams zwei Stichverletzungen festgestellt worden. Diese seien jedoch nicht lebensbedrohlich und hätten keine Gefäße verletzt.
Aufgrund des Stichkanals seien diese mit einer Selbstverletzung plausibel in Einklang zu bringen. Darüber hinaus haben sich keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung ergeben, wie z.B. Hämatome.
Die beiden Stichverletzungen am Hals, wovon eine tiefergehend war, hat sich die 25-Jährige nach momentanen rechtsmedizinischen Stand wohl selbst mit einem Küchenmesser zugefügt.
Todesursache weiterhin unklar
Die genaue Todesursache hat sich indes nicht abschließend klären lassen. Insbesondere kann ein mögliches Ertrinken infolge der Liegezeit des Leichnams im Wasser nicht mehr festgestellt werden. Eine Suizidabsicht kann nicht ausgeschlossen werden.
Hintergrund zum Vermisstenfall
Am 11.03.2026 war Michelle H. unter ungeklärten Umständen verschwunden. Gegen 03:30 Uhr hatte der 46-jährige Freund der Schwester die Polizei informiert und angegeben, dass die Frau mit einer blutenden Halswunde aus ihrer Wohnung gerannt sei.
Ermittler stellten eine rund 193 Meter lange Blutspur fest, die von der Wohnung bis in Richtung der Aller führte. Vier Wochen lang suchte die Polizei nach der Vermissten, unter anderem mit Spürhunden.
Am Samstag entdeckten schließlich Wassersportler den Leichnam in einer Uferböschung bei Hambühren, rund elf Kilometer vom Wohnort entfernt.
Tatverdacht nicht erhärtet
Der Verdacht gegen den tatverdächtigen 46-Jährigen hat sich in Anbetracht der Untersuchungsergebnisse nicht erhärtet. Ein dringender Tatverdacht besteht gegen ihn nach wie vor nicht.