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Oberstdorf – Feuerwehrmann stirbt bei Schanzenlauf

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Auf einer steilen Sprungschanze steht eine Rettungskraft in leuchtender Uniform. Im Hintergrund ist eine bewaldete Berglandschaft zu sehen.
Ein Feuerwehrmann starb bei der Teilnahme am Schanzenlauf 2026 in Oberstdorf. (Bildquelle: Feuerwehr Oberstdorf)

Bei einem Schanzenlauf an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf ist ein 51-jähriger Feuerwehrmann gestorben. Trotz schneller medizinischer Hilfe und mehr als 30 Minuten dauernder Wiederbelebungsversuche konnte der Mann nicht gerettet werden.

Ein 51-jähriger Feuerwehrmann aus Ungarn ist bei einem Schanzenlauf in Oberstdorf im Landkreis Oberallgäu gestorben. Der Teilnehmer brach während des Wettbewerbs an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze zusammen.

Teilnehmer bricht während des Wettbewerbs zusammen

Der medizinische Notfall ereignete sich kurz nach 12 Uhr, als der Wettbewerb etwa zur Hälfte absolviert war. Der 51-Jährige befand sich im Bereich zwischen der Flugkurve und dem Sprungtisch, als er plötzlich zusammenbrach.
Der aus Ungarn stammende Feuerwehrmann trug zu diesem Zeitpunkt seine persönliche Feuerwehreinsatzkleidung mit einem Gewicht von etwa 20 Kilogramm. Ein Atemschutzgerät hatte er nicht angelegt.
Nach Angaben des behandelnden Notarztes erhielt der Mann bereits rund eine Minute nach seinem Zusammenbruch erste medizinische Hilfe. Die Einsatzkräfte begannen umgehend mit der Wiederbelebung und setzten diese mehr als 30 Minuten lang fort. Dennoch konnte das Leben des 51-Jährigen nicht gerettet werden.

Polizei geht von natürlicher Todesursache aus

Bei einer Pressekonferenz am Samstagabend informierten Vertreter der Polizei, Feuerwehr und medizinischen Einsatzkräfte über den Vorfall. Nach Einschätzung der Polizei starb der 51-Jährige eines natürlichen Todes. Ob die körperliche Belastung während des Wettbewerbs eine Rolle spielte, ist bislang nicht geklärt.
Der Kriminaldauerdienst Memmingen nahm Ermittlungen auf, um die Umstände des Todesfalls zu rekonstruieren. Hinweise auf ein Fremdverschulden wurden bislang nicht bekannt.

Angehörige vor Ort und Veranstaltung abgebrochen

Besonders belastend war der Vorfall für die Angehörigen des Feuerwehrmannes, die den Wettbewerb vor Ort als Zuschauer verfolgten. Sie wurden nach dem Todesfall von einem Kriseninterventionsteam betreut.
Die Veranstalter brachen den Schanzenlauf unmittelbar nach dem Zusammenbruch ab und sagten sämtliche weiteren Programmpunkte einschließlich der Siegerehrung ab. Ob die Veranstaltung im kommenden Jahr erneut stattfinden wird, ist noch offen.

Weiterer Teilnehmer musste mit Hubschrauber gerettet werden

Bereits am Vormittag hatte ein anderer Teilnehmer einen medizinischen Notfall erlitten. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Er konnte die Klinik noch am selben Nachmittag wieder verlassen. Zwischen den beiden medizinischen Notfällen ist kein Zusammenhang bekannt.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Sonthofen

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