Nach den tödlichen Schüssen in Offenburg haben Polizei und Staatsanwaltschaft weitere Details veröffentlicht. Demnach waren Opfer und Tatverdächtiger früher ein Paar. Die Ermittler fanden zudem eine zweite Schusswaffe und richteten eine Ermittlungsgruppe ein.
Nach den bisherigen Nachtragsmeldungen haben Polizei und Staatsanwaltschaft weitere Erkenntnisse zu dem Tötungsdelikt in der Händelstraße veröffentlicht.
Der Tatort blieb auch im weiteren Verlauf weiträumig abgesperrt. Spezialisten der Kriminalpolizei sicherten Spuren und vernahmen Zeugen. Die Ermittlungen werden in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Offenburg wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts zum Nachteil der verstorbenen Frau geführt.
Inzwischen steht fest, dass es sich bei dem Opfer um eine 36-jährige Frau aus der Ukraine handelt, die im Bereich des Tatorts wohnte. Der ebenfalls verstorbene Tatverdächtige war 33 Jahre alt und türkischer Staatsangehöriger.
Nach bisherigen Ermittlungen war der Mann am Morgen in die Händelstraße gekommen und traf dort aus bislang ungeklärten Gründen auf die Frau. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass der 33-Jährige zunächst auf die Frau und anschließend auf sich selbst schoss.
Die Ermittlungen ergaben außerdem, dass die beiden früher eine Beziehung führten, die bereits vor einigen Monaten beendet worden war. Nach der Trennung soll es wiederholt zu Beleidigungen, Nachstellungen (Stalking) und weiteren gegenseitigen Anzeigen gekommen sein. Der Mann war deshalb bereits Polizei und Justiz bekannt, allerdings nicht vorbestraft.
Zur weiteren Aufklärung des Falls hat die Kriminalpolizei inzwischen eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Zeugenaussagen bestätigten nach Angaben der Ermittler den bislang rekonstruierten Tatablauf. Demnach soll der 33-Jährige seinen Toyota zunächst in der Louis-Pasteur-Straße geparkt haben, bevor es in der Händelstraße zu den tödlichen Schüssen kam.
Bei der Durchsuchung des beschlagnahmten Fahrzeugs fanden die Ermittler zudem eine weitere Schusswaffe. Woher der Tatverdächtige die beiden Waffen hatte, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Zeugen gesucht
Die Kriminalpolizei bittet weiterhin um Hinweise. Gesucht werden Zeugen, die den 33-Jährigen vor der Tat gesehen haben. Er war mit Jeans, schwarzen Turnschuhen und einem hellen T-Shirt bekleidet.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Offenburg unter der Telefonnummer 0781 21-2820 entgegen.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Offenburg