Oldenburg – Bundespolizist bei Schießtraining tödlich verletzt
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Symbolbild (Bildquelle: Adobe Stock)
Tödlicher Schuss während eines Schießtrainings: Ein GSG 9-Angehöriger in Oldenburg in Holstein wurde versehentlich erschossen. Die Polizei ermittelt.
Am Montagabend (11.05.2026) ist ein Angehöriger der GSG 9 der Bundespolizei im Rahmen eines Schießtrainings auf dem Truppenübungsplatz Putlos der Bundeswehr bei Oldenburg in Holstein tödlich verletzt worden.
In den vergangenen Wochen haben die Lübecker Staatsanwaltschaft und Kriminalbeamte des Kommissariats 1 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck in intensiven und umfangreichen Ermittlungen das Geschehen auf dem Truppenübungsplatz rekonstruiert.
Ermittlungen zum Vorfall
Die ersten Ermittlungserkenntnisse, die auf ein Unfallgeschehen hindeuteten, haben sich konkretisiert: Nach aktuellem Ermittlungsstand vertauschte ein Angehöriger der GSG 9 mutmaßlich beim Laden einer für die Übung vorgesehenen dienstlichen Waffe Übungsmunition mit scharfer Munition.
Während der anschließenden mit Übungsmunition vorgesehenen Übung gab dieser Trainingsteilnehmer einen Schuss mit scharfer Munition ab und traf dabei einen weiteren Angehörigen der GSG 9.
Die durch die Schussabgabe entstandene Verletzung war so schwer, dass der angeschossene Polizist trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen vor Ort verstarb. Gegen den schussabgebenden Polizeibeamten wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet, das derzeit noch nicht abgeschlossen ist.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeidirektion Lübeck