Die Polizei sucht Zeugen zu dem gefährlichen Eingriff. (Bildquelle: Bundespolizeiinspektion Flensburg)
Am Donnerstag, 23. April 2026, überfuhr ein Zug bei Owschlag ein ins Gleis gelegtes Fahrrad. Dies ist kein Kavaliersdelikt. Die Polizei ermittelt und sucht Zeugen.
Gestern Abend gegen 22.30 Uhr wurde der Leitstelle der Bundespolizei die Bremsung eines Zuges gemeldet, der ein im Gleis liegendes Fahrrad überfahren hatte. Glücklicherweise wurde durch die Schnellbremsung keine Personen im Zug verletzt.
Eine Streife der Bundespolizei wurde in Richtung Owschlag entsandt. Dort wurde festgestellt, dass eine Nordbahn auf der Fahrt von Kiel nach Husum auf Höhe Owschlag/Alt Duvenstedt ein ins Gleis gelegtes Fahrrad überfahren hatte (siehe Bild).
Das Fahrrad wurde für die Spurensicherung sichergestellt. Für die Nahbereichsfahndung war die Bahnstrecke für ca. 30 Minten gesperrt. Dadurch erhielten zehn Züge 193 Minuten Verspätung.
In diesem Bereich kam es in den letzten 4 Wochen bereits zu mindestens 3 weiteren gefährlichen Eingriffen in den Bahnverkehr, bei denen ein weiteres Fahrrad, Kabelschutzrohre und Warnbaken in den Gleisbereich geworfen wurden und es in Folge dieser Handlungen zu Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs kam.
Die Bundespolizei sucht nun Zeugen, die am Donnerstag 23.04.2026 zwischen 19.00 Uhr und 24.00 Uhr Personen in Nähe des Owschlager Damm/ Moor gesehen haben oder Angaben zur Herkunft der Fahrräder machen können.
Der oder die Täter könnten mit dem Fahrrad unterwegs gewesen sein und haben dieses dann ins Gleis gelegt.
Sachdienliche Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Flensburg unter 0461 / 31 32 - 0 entgegen.
Die Bundespolizei warnt vor dem Betreten der Bahnanlagen und insbesondere dem Ablegen von Gegenständen auf die Gleise. Dies ist kein "Dumme-Jungen-Streich", sondern kann zur Entgleisung eines Zuges führen bzw. Reisende könnten durch eingeleitete Schnellbremsungen im Zug verletzt werden.
Gefährliche Eingriffe in den Bahnverkehr werden mit Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 10 Jahren bestraft.
Quelle der Polizeinachricht: Bundespolizeiinspektion Flensburg