Passau – 17-Jähriger Autodieb nach Flucht und Unfällen festgenommen
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Ein 17-Jähriger ist mit einem zuvor gestohlenen Audi vor der Polizei durch Passau geflüchtet und soll dabei mehrere Unfälle verursacht haben. Der maskierte Fahrer soll mit bis zu 170 km/h unterwegs gewesen sein, eine Polizeisperre durchbrochen und unmittelbar auf einen Beamten zugefahren sein.
In der Nacht von Freitag, 11. September, auf Samstag, 12. September 2026, wurde in Passau ein Audi im geschätzten Wert von rund 25.000 Euro gestohlen.
Ein zunächst unbekannter Täter verschaffte sich Zugang zu einer Garage in der Vogelweiderstraße, in der zwei Fahrzeuge standen, und entwendete den dort abgestellten Audi.
Nachdem der Eigentümer den Diebstahl am Samstagmorgen bemerkt hatte, erstattete er bei der Polizeiinspektion Passau Anzeige.
Derzeit wird noch ermittelt, ob der später festgenommene 17-Jährige auch für den Diebstahl des Fahrzeugs verantwortlich ist.
Polizei entdeckt gestohlenen Audi auf der A3
Im Zuge der Fahndung waren rund ein Dutzend Streifen aus dem Raum Passau eingesetzt. Gegen 17.45 Uhr entdeckten Einsatzkräfte der Grenzpolizeiinspektion Passau den gesuchten Audi auf der A3.
Zuvor soll der Fahrer mit dem Fahrzeug einen Tankbetrug im Landkreis Freising begangen haben.
Der Fahrer war nach bisherigen Erkenntnissen mit einer Sturmhaube maskiert. Er ignorierte sämtliche Anhaltesignale und Anhalteversuche der Polizei und setzte seine Fahrt in Richtung Passau fort.
Mit bis zu 170 km/h Richtung Passau
An der Anschlussstelle Passau-Nord verließ der Audi die Autobahn.
Anschließend setzte der Fahrer seine Flucht mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Passau fort. Nach bisherigen Erkenntnissen erreichte er dabei Geschwindigkeiten von bis zu 170 km/h.
Während der Flucht soll es zu mehreren Verkehrsunfällen gekommen sein.
Wie viele Unfälle der 17-Jährige verursacht haben soll und an welchen Orten diese stattfanden, war zunächst noch nicht abschließend geklärt. Die Ermittlungen hierzu dauern an.
Fahrer durchbricht Polizeisperre
Im Bereich der Franz-Josef-Strauß-Brücke hatte die Polizei eine Straßensperre eingerichtet.
Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen durchbrach der Audi-Fahrer diese Sperre und fuhr unmittelbar auf einen dort eingesetzten Polizeibeamten zu.
Daraufhin setzten Einsatzkräfte ihre Schusswaffen gegen das Fahrzeug ein.
Wie viele Schüsse abgegeben wurden, geht aus der bisherigen Mitteilung der Polizei nicht hervor.
Die Kriminalpolizeiinspektion Passau hat unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Passau die Prüfung des polizeilichen Schusswaffengebrauchs übernommen. Dies ist bei derartigen Einsätzen üblich.
Flucht endet mit Unfall
Trotz des Schusswaffeneinsatzes setzte der Fahrer seine Flucht fort.
Im Bereich der Neuen Rieser Straße verunglückte er schließlich mit dem Audi. Nach Medienberichten kam das Fahrzeug in einer Kurve von der Straße ab und landete in einem Schräghang.
Der Fahrer, ein 17-jähriger tschechischer Staatsangehöriger, wurde anschließend widerstandslos festgenommen.
Er erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen und wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Anschließend kam er wieder in Polizeigewahrsam.
Am Audi entstand erheblicher Sachschaden. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste geborgen werden.
Polizei sucht weitere Zeugen und mögliche Geschädigte
Die Polizei bittet insbesondere Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des Audi-Fahrers gefährdet wurden oder Angaben zu seiner Fahrweise machen können, sich zu melden.
Hinweise nimmt die Polizei Passau unter der Telefonnummer 0851/9511-0 entgegen.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Niederbayern