Die Tiere kamen in amtliche Quarantäne. (Bildquelle: Hauptzollamt Braunschweig)
Der Zoll hat auf der A2 bei Peine einen mutmaßlich illegalen Tiertransport gestoppt. Mehrere Hunde und Katzen wurden sichergestellt, weil vorgeschriebene Dokumente und gültige Tollwutnachweise fehlten.
Am Mittwoch, 27.05.2026, hat die Kontrolleinheit Verkehrswege aus Göttingen auf der Raststätte Zweidorfer Holz an der A2 einen mutmaßlich illegalen gewerblichen Tiertransport festgestellt.
Bei der Kontrolle eines bulgarischen Transporters fanden die Zöllner vier Hunde und fünf Katzen ohne konkrete Rassenzuordnung, sogenannte Straßenhunde und Straßenkatzen.
Mehrere Tiere hatten keine gültigen Tollwutnachweise. (Bildquelle: Hauptzollamt Braunschweig)
Der 37-jährige Fahrer gab an, die Hunde nach Nordrhein-Westfalen und die Katzen in die Niederlande zu transportieren. Die erforderlichen Dokumente für das gewerbliche Verbringen sowie vorgeschriebene Veterinärbescheinigungen konnte er nicht vorlegen. Nach eigenen Angaben sei er lediglich Fahrer und erhalte für den Transport 100 Euro.
Bei der Überprüfung der EU-Heimtierausweise stellten die Beamten fest, dass vier Katzen bereits vor dem vorgeschriebenen Mindestalter von drei Monaten gegen Tollwut geimpft worden waren. Zudem war bei zwei Katzen und zwei Hunden die vorgeschriebene Wartefrist von 21 Tagen nach der Tollwutimpfung noch nicht abgelaufen.
Vier Katzen und zwei Hunde wurden sichergestellt. (Bildquelle: Hauptzollamt Braunschweig)
Die zuständige Amtstierärztin des Landkreises Peine ordnete daraufhin die Sicherstellung der betroffenen Tiere zur amtlichen Tollwutquarantäne an.
Vier Katzen und zwei Hunde wurden von Mitarbeitern eines Tierheims übernommen und in eine Quarantäneeinrichtung gebracht. Dort erhalten die Tiere unter anderem Impfungen gegen Tollwut, Staupe und Parvovirose.
Zwei Hunde und eine Katze durfte der Fahrer nach Hinterlegung einer Sicherheitsleistung für die Unterbringung und Behandlung der Tiere weiter transportieren.
Zöllner kontrollierten den bulgarischen Transporter auf der Raststätte Zweidorfer Holz an der A2 (Bildquelle: Hauptzollamt Braunschweig)
Während der Kontrolle kam es zudem zu einem Zwischenfall. Zwei Personen, die sich als Bekannte eines Hundekäufers ausgaben, bedrohten die eingesetzten Zöllner. Gegen sie wurde ein Platzverweis ausgesprochen.
Der Landkreis Peine prüft nun die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens wegen möglicher Verstöße gegen das Tierseuchenrecht und geltende Transportvorschriften.
Quelle der Polizeinachricht: Hauptzollamt Braunschweig