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Polizei Osnabrück – Schwere Motorradunfälle zum Saisonbeginn

28.02.2026 | 09:30

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Polizei Osnabrück – Schwere Motorradunfälle zum Saisonbeginn

Die Polizei bei einer Motorrad-Kontrolle. (Bildquelle: Polizeidirektion Osnabrück)

Noch bevor die Motorradsaison 2026 richtig begonnen hat, ereigneten sich im Bereich der Polizeidirektion Osnabrück bereits schwere Unfälle. Die Polizei warnt vor typischen Risiken zum Saisonstart und gibt konkrete Sicherheitstipps.

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen – und mit ihnen kehren die Motorräder zurück auf die Straßen, auch im Bereich der Polizeidirektion Osnabrück. Doch noch bevor die Saison richtig begonnen hat, gab es bereits schwere Unfälle.

Zwei schwere Unfälle im Februar

Am 1. Februar 2026 stürzte ein 70-jähriger Motorradfahrer in Melle auf der Haller Straße und verletzte sich schwer. Am 25. Februar 2026 wurde in Emsbüren ein 18-jähriger Motorradfahrer bei einem Unfall in einer Linkskurve so schwer verletzt, dass er in ein Krankenhaus gebracht werden musste.
Die Polizei nimmt die beiden Fälle zum Anlass für einen deutlichen Appell an alle Verkehrsteilnehmenden zu Beginn der Motorradsaison 2026.

Gefahren zu Saisonbeginn besonders groß

Zum Saisonstart kommen mehrere Faktoren zusammen: Nach Monaten ohne Fahrpraxis fehlt oft die Routine. Geschwindigkeit und Kurvendynamik werden unterschätzt. Gleichzeitig sind Straßen teilweise noch verschmutzt, und andere Verkehrsteilnehmende rechnen nicht automatisch mit schnellen Zweirädern.

Höheres Risiko für Motorräder

Hinzu kommt: Motorräder werden im Straßenverkehr häufiger übersehen. Sie sind schmal, verschwinden leichter im toten Winkel oder werden durch die A-Säule eines Pkw verdeckt. Besonders beim Abbiegen oder Einfahren in Kreuzungen kann das fatale Folgen haben.
Auch die Beschleunigung wird oft unterschätzt – Motorräder erreichen deutlich schneller höhere Geschwindigkeiten als viele Autos. Zudem hält sich hartnäckig der Irrtum, Motorräder hätten grundsätzlich kürzere Bremswege. Tatsächlich ist der Bremsweg bei vielen Maschinen länger als bei modernen Pkw mit aktuellen Assistenzsystemen.
Ein weiterer Aspekt: Motorradfahrende verzögern häufig durch Herunterschalten und Motorbremse – ohne dass ein Bremslicht aufleuchtet. Für nachfolgende Verkehrsteilnehmende ist das nicht immer sofort erkennbar. Erschwerend kommt in diesen Wochen die tiefstehende Sonne hinzu, die Sicht und Wahrnehmung zusätzlich beeinträchtigen kann.

Statistik der letzten Jahre

Die Zahl der verunglückten Motorradfahrenden ist im Jahr 2024 insgesamt um 3 Prozent gesunken – von 1.022 im Vorjahr auf 911. Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang bei den Schwerverletzten: Ihre Zahl verringerte sich um 12,4 Prozent (minus 25 Fälle). Die Anzahl der Leichtverletzten blieb hingegen nahezu konstant und lag mit 500 Fällen nur geringfügig unter dem Vorjahreswert von 502.

Polizei rät zur Vorsicht

Laura-Christin Brinkmann, Pressesprecherin der Polizeidirektion Osnabrück, betont, dass gerade die ersten Wochen der Saison besonders unfallträchtig seien.
Nach der Winterpause müssten sich viele erst wieder an Maschine, Geschwindigkeit und Fahrverhalten gewöhnen. Auch Pkw-Fahrende müssten sich zunächst wieder an die zahlreichen Motorräder im Straßenbild gewöhnen.
Die Polizei empfiehlt generell, bewusst defensiv zu fahren, sich nicht zu überschätzen und stets mit Fehlern anderer zu rechnen.
Neben der technischen Überprüfung des Motorrads sind Fahrsicherheitstrainings empfehlenswert. Diese bieten die Möglichkeit, Bremsmanöver, Ausweichbewegungen und Kurventechniken unter professioneller Anleitung zu üben.
Wer vorbereitet ist, reagiert im Ernstfall ruhiger und gewinnt entscheidende Meter beim Bremsen oder Ausweichen.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeidirektion Osnabrück

Kategorien:

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