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Polizeigewerkschaft gedenkt getötetem Polizisten Simon Bohr

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Ein schwarzes Trauerband in Form einer Schleife liegt zentriert auf einem schwarzen Hintergrund. Das Bild hat einen ernsten und respektvollen Ton.
Symbolbild (Bildquelle: Redaktion Polizeiticker Deutschland, KI-generiert)

Ein Jahr nach dem tödlichen Angriff auf den saarländischen Polizisten Simon Bohr erinnert die Deutsche Polizeigewerkschaft mit einem 24-Stunden-Spendenlauf in Völklingen-Ludweiler an ihren Kollegen. Die Spenden kommen einer Stiftung für im Dienst verletzte und traumatisierte Einsatzkräfte zugute.

Ein Jahr nach dem Tod von Simon Bohr

Ein Jahr ist vergangen, seit der saarländische Polizist Simon Bohr am 21. August 2025 in Ausübung seines Dienstes auf brutale Weise ermordet wurde.
Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) gedenkt ihres Kollegen mit einem 24-Stunden-Spendenlauf zugunsten der DPolG-Stiftung, die sich für im Dienst verletzte und traumatisierte Kolleginnen und Kollegen einsetzt.
Bundesweit hatte der Fall für Entsetzen und große Anteilnahme gesorgt, genau wie das Urteil, welches das Landgericht Saarbrücken im April dieses Jahres fällte.

Staatsanwaltschaft legte Rechtsmittel gegen Urteil ein

Das Gericht hatte den Täter lediglich wegen besonders schweren Raubes nach Jugendstrafrecht verurteilt und ihn aufgrund seiner wohl schizophrenen Erkrankung des Mordes freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte daraufhin Rechtsmittel eingelegt.
„Mit Simon haben wir einen Kollegen, einen Freund und ein Vorbild verloren. Einen Menschen, der stets für seine Kolleginnen und Kollegen da war und leidenschaftlich seinen Dienst für die Menschen in unserem Land geleistet hat. Sein Tod hat eine Lücke hinterlassen, die nicht zu schließen ist“, erklärt Markus Sehn, Landesvorsitzender der DPolG Saarland und stellvertretender DPolG-Bundesvorsitzender.
„Simon ist zwar nicht mehr aus dem Dienst nach Hause gekommen, aber er bleibt für immer im Herzen seiner Familie, seinen Freunden und Kolleginnen und Kollegen.“

„Simon bleibt für immer einer von uns“

Der erste Jahrestag des tödlichen Angriffs auf Simon Bohr sei für viele Polizeibeamte ein emotional schwerer Tag. Die psychischen Folgen des brutalen Angriffs auf ihren Kollegen seien in diesen Tagen besonders spürbar.
„Eine solche einschneidende Einsatzsituation und der Verlust eines Kollegen hinterlässt tiefe Narben“, so Markus Sehn weiter. „Simon bleibt für immer einer von uns.“

24-Stunden-Spendenlauf in Völklingen-Ludweiler

Die DPolG Saarland hat anlässlich des Todestags von Simon Bohr am 20. und 21. August einen 24-Stunden-Spendenlauf im Warndtstadion Völklingen-Ludweiler organisiert. Die Spenden gehen zugunsten der DPolG Stiftung, die sich für im Dienst verletzte und traumatisierte Einsatzkräfte einsetzt.
Auch der DPolG-Bundesvorsitzende Heiko Teggatz ist anlässlich dieses traurigen Jahrestags ins Saarland gereist und hat die Gedenkveranstaltungen begleitet.
„Gerade an einem solchen Tag zeigt sich, was Polizeifamilie bedeutet. Wir sind füreinander da und halten zusammen. Heute und an jedem anderen Tag möchten wir daran erinnern: Hinter jeder Uniform steht ein Mensch mit Familie, Freunden, Träumen und Hoffnung“, erklärt Heiko Teggatz.

DPolG warnt vor Gewalt gegen Einsatzkräfte

Gewalt gegen Einsatzkräfte dürfe niemals als schlichtes Berufsrisiko akzeptiert werden. „Jeden Tag setzen sich Menschen in Uniform für die Sicherheit in unserem Land ein und riskieren dabei ihr Leben und ihre Gesundheit“, mahnt der DPolG-Bundesvorsitzende.
Gewalt gegen Einsatzkräfte zu verhindern, sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Respekt und Anerkennung für diejenigen, die anderen helfen und Verantwortung für den Staat und die Gesellschaft übernehmen, müssten wieder stärker eingefordert und vermittelt werden.
Quelle der Polizeinachricht: Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG)

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