Pollhagen – Zwei Polizeibeamte bei Widerstand schwer verletzt
Redaktion Polizeiticker Deutschland
(Symbolbild) (Bildquelle: Pixabay)
Bei einem Polizeieinsatz in Pollhagen (NI) sind am Mittwochabend, 28.01.2026, zwei Polizeibeamte schwer verletzt worden. Ein 43-jähriger Mann leistete Widerstand und drohte damit, einen Kampfhund einzusetzen. Gegen ihn wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet.
Am 28.01.2026 gegen 18:45 Uhr wird der Polizei Stadthagen ein Opel Corsa gemeldet, der auffällig durch Nordsehl fährt.
Als zwei Polizeibeamte aus Stadthagen an der Halteadresse in Pollhagen ankommen, werden sie zunächst durch Anwohner in das Haus gelassen.
Wenig später weist sich ein 43-jähriger Pollhagener als Führer des PKW aus. Der Mann macht einen alkoholisierten Eindruck, weshalb ihm die Durchführung eines Atemalkoholtests angeboten wird. Diesen lehnt er ab.
Kurze Zeit später beschimpft und beleidigt er die beiden 30-jährigen Beamten. Zudem droht er damit, seinen Kampfhund aus der Dachgeschosswohnung zu holen.
Als er diese Androhung umsetzen will und die Treppe hinaufgeht, versuchen die Polizisten, ihn daran zu hindern. Daraufhin eskaliert die Situation und es kommt zu einem massiven Handgemenge sowie Widerstand gegen die Vollstreckungsbeamten.
Es galt unbedingt zu verhindern, dass der Hund in das Geschehen eingreifen kann und damit die Polizeibeamten im höchsten Maße gefährdet.
Nur mit dem Einsatz von Pfefferspray und erheblichem Kraftaufwand kann das Vorhaben des Mannes verhindert werden.
Mit hinzugezogenen Kräften gelingt es schließlich, den Beschuldigten der Dienststelle zuzuführen. Dort wird bei dem 43-Jährigen eine Blutentnahme durchgeführt und der Führerschein beschlagnahmt.
Die beiden 30-jährigen Polizeibeamten werden anschließend im Krankenhaus behandelt. Beide wurden so schwer verletzt, dass sie dienstunfähig sind.
Der Mann wird nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Gegen ihn wurden Strafverfahren wegen Trunkenheitsfahrt, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichen Angriffs, Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung eingeleitet.
Wie sich im Nachhinein herausstellt, ist der Mann tatsächlich Halter eines Kampfhundes, der sich während des Einsatzes in der Dachgeschosswohnung befand.