Ein Autofahrer hat am Dienstagvormittag, 27.01.2026, in Porta Westfalica einen geschlossenen Bahnübergang umfahren und ist mit einem Zug kollidiert. Der Mann flüchtete zunächst zu Fuß, konnte aber kurz darauf von der Polizei gestellt werden.
Am Dienstagvormittag, 27.01.2026, kam es gegen 09:20 Uhr am
Bahnübergang an der Weserstraße in Porta Westfalica-Eisbergen zu einer
Kollision zwischen einem Pkw und einem Zug.
Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr ein zunächst unbekannter Fahrer mit seinem Seat Leon an den mit einer Halbschranke geschlossenen Bahnübergang heran und umfuhr anschließend die Schrankenanlage.
Der Seat wurde durch den Aufprall gegen einen Wohnwagen geschleudert. (Bildquelle: Feuerwehr Porta Westfalica)
Nachdem der Fahrer den Bahnbereich nahezu passiert hatte, wurde das Fahrzeug von einem in Richtung Rinteln fahrenden Zug erfasst.
Trotz sofort eingeleiteter Notbremsung konnte der Zugführer die Kollision nicht verhindern. Der Pkw schleuderte auf ein angrenzendes Grundstück und prallte dort gegen einen abgestellten Wohnwagen.
Der Fahrer stand vermutlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. (Bildquelle: Feuerwehr Porta Westfalica)
Der Fahrer zog sich leichte Verletzungen zu, konnte sich selbstständig aus dem Fahrzeug befreien und flüchtete anschließend zu Fuß. Im Rahmen einer Fahndung wurde der Mann wenig später gestellt und festgenommen.
Dabei leistete er Widerstand, wobei sich ein Polizeibeamter leicht verletzte. Bei dem Fahrer handelt es sich um einen 45-jährigen Mann aus Bremerhaven.
Da sich der Verdacht auf einen Betäubungsmittelkonsum ergab, wurde er zur Blutentnahme in das Johannes-Wesling-Klinikum gebracht.
Die acht Fahrgäste im Zug blieben unverletzt. (Bildquelle: Feuerwehr Porta Westfalica)
Nach derzeitigem Ermittlungsstand muss sich der Mann unter anderem wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Verkehrsunfallflucht, des Verdachts einer Fahrt unter Drogeneinfluss sowie Fahrens ohne
Fahrerlaubnis verantworten.
Die acht Zuginsassen blieben unverletzt. Ein Notfallmanager der Bahn veranlasste die Evakuierung der Fahrgäste sowie deren Weitertransport. Der beschädigte Zug wurde von einem Ersatzzugführer übernommen, zudem wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.
Eine Fahrerlaubnis hatte der Fahrer auch nicht. (Bildquelle: Feuerwehr Porta Westfalica)
Der Pkw wurde sichergestellt und abgeschleppt. Nach rund dreistündiger Sperrung konnte der Unfallort wieder freigegeben werden, der Zugverkehr wurde gegen 13:00 Uhr wieder aufgenommen.
Quelle der Polizeinachricht: Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke / Feuerwehr Porta Westfalica