Header Logo

Polizei

ticker

Reken – Rund 20 Tonnen illegale Pyrotechnik sichergestellt

05.03.2026 | 08:13

Redaktion Polizeiticker Deutschland

Nächster ❯

Reken – Rund 20 Tonnen illegale Pyrotechnik sichergestellt

Auch hochgefährliche Cobra-Böller wurden gefunden. (Bildquelle: Polizeidirektion Osnabrück)

Bei einer Durchsuchung in Reken (NW) haben Ermittler am 03.03.2026 rund 20 Tonnen Pyrotechnik sichergestellt. Zwei Männer im Alter von 29 und 63 Jahren stehen im Verdacht, ohne Erlaubnis mit professionellem Feuerwerk gehandelt zu haben. Die Ermittlungen dauern an.

Am Dienstag, 03.03.2026, durchsuchten Ermittler der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim und der Zentralen Kriminalinspektion Osnabrück unter Federführung der Staatsanwaltschaft Osnabrück eine Bunkeranlange im nordrhein-westfälischen Reken.
Die Polizeiaktion richtete sich gegen zwei Beschuldigte, die im Verdacht stehen, ohne jegliche sprengstoffrechtliche Erlaubnis und Fachkunde, im großen Umfang illegal über in Deutschland ansässige Firmen mit schweren Feuerwerkskörpern der Kategorie F3 und F 4 Handel betrieben zu treiben, unter anderem mit hochexplosiven Cobra-Böllern.
An dem Einsatz waren auch das Gewerbeaufsichtsamt Osnabrück, die Bezirksregierung Münster sowie das Grenzüberschreitende Polizeiteam (GPT) aus Bad Bentheim beteiligt.
Die beiden 29- und 63-jährigen Männer nutzten nach polizeilichen Erkenntnissen Lagerstätten im deutsch-niederländischem Grenzgebiet, wenngleich der Verkauf für das EU-Ausland vorgesehen war.
Der Einsatz führte zur Sicherstellung von rund 20 Tonnen Feuerwerk der Kategorie F4, überwiegend legal gelagert in einem ehemaligen Munitionsbunker. Gegen einen der beiden Verdächtigen wurde bereits in der Vergangenheit in diesem Kriminalitätsfeld ermittelt. Die Ermittlungen dauern an.
"Profi-Feuerwerk hat nichts in den Händen von Laien oder nicht autorisierten Händlern zu suchen - das ist strafbar und extrem gefährlich. Unseriös erscheinende Händler oder Firmen sollten der Polizei bzw. den kommunalen Stellen gemeldet werden", so Marco Ellermann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück.
In einem europaweiten Projekt wird sich die Polizeidirektion Osnabrück künftig zusammen mit internationalen Partnern intensiv den illegalen Explosivstoffen bzw. dem illegalen Umgang mit Explosivstoffen widmen. Denn immer öfter nutzen kriminelle Gruppen hochgefährlicher Festsprengstoffe - nicht nur für den illegalen Handel oder für Sprengungen von Geldautomaten, sondern auch vermehrt in weiteren Kriminalitätsfeldern.
Bei dem voraussichtlich im Mai beginnenden Projekt der Direktion wird die bereits sehr enge Zusammenarbeit mit niederländischen Behörden von herausragender Bedeutung sein. Auch der Informationsaustausch mit kommunalen Stellen in der Grenzregion soll ausgebaut werden.
In den letzten Jahren gab es immer wieder Aufgriffe im Grenzgebiet aufgrund von deutsch-niederländischen Ermittlungen. Gemeinsam mit verschiedenen Einheiten der Polizei, Staatsanwaltschaften, verbundenen Organisationen und internationalen Partnern, wurden bereits mehrere Erfolge erzielt. So wurden 2022 rund 500 Tonnen Feuerwerkskörper sichergestellt. Auch ein Händlernetzwerk konnte in den Niederlanden erstmals in 2022 auf dem Messenger Telegram abgeschaltet werden.

Hintergrund

Pyrotechnik der Kategorie F3 und F4 dürfen nur von Personen erworben und genutzt werden, die eine entsprechende Erlaubnis oder einen entsprechenden Befähigungsschein besitzen. Diese sind aufgrund ihrer Fachkunde und Erfahrung in der Lage, sachgemäß mit diesem Feuerwerk umzugehen und mögliche Mängel an den Feuerwerkskörpern zu erkennen.

Quelle der Polizeinachricht: Hauptzollamt Osnabrück

Kategorien:

Niedersachsen
Ausland
Aktuell

Nächster ❯

Reken – Rund 20 Tonnen illegale Pyrotechnik sichergestellt