Am Sonntag, 5. April, kam es in Büdelsdorf am Yacht Club zu einem aufwendigem Feuerwehreinsatz, da ein Katamaran zu sinken drohte. Einsatzkräfte sicherten das Boot, verletzt wurde niemand.
Am Ostersonntag, den 05. April 2026, wurde die Feuerwehr Büdelsdorf um 14:42 Uhr mit dem Einsatzstichwort "Technische Hilfeleistung - Wasser" zum Büdelsdorfer Yacht Club alarmiert. Vor Ort drohte ein am Steg liegender Katamaran zu sinken.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte zeigte das Wasserfahrzeug bereits eine deutliche Schlagseite zur Backbordseite. Der Eigner befand sich zu diesem Zeitpunkt nicht vor Ort. Nach ersten Erkenntnissen befand sich der Katamaran im Umbau, wodurch mehrere Öffnungen im Rumpf vorhanden waren. Vermutlich drückte der starke Wind Wasser in das Schiffsinnere, was schließlich zur Schieflage führte.
Taucher untersuchten den Rumpf unter Wasser auf Schäden. (Bildquelle: Daniel Passig KFV RD-ECK)
Zur Unterstützung wurden die Feuerwehr Borgstedt, der Löschzug Gefahrgut sowie das Technische Hilfswerk (THW) mit mehreren Booten hinzugezogen. Um eine mögliche Umweltgefährdung zu verhindern, wurden vorsorglich Ölsperren ausgebracht.
Der Einsatz dauerte mehrere Stunden bis in den Abend. (Bildquelle: Daniel Passig KFV RD-ECK)
Mittels einer Unterwasserdrohne der Feuerwehr Borgstedt wurde versucht, den Katamaran auf weitere Schäden zu untersuchen. Aufgrund der starken Windverhältnisse und der damit verbundenen Strömung war dies jedoch nur eingeschränkt möglich.
Das Technische Hilfswerk rückte mit mehreren Einheiten aus Schleswig-Holstein an. Für eine mögliche Bergung im Rahmen der Gefahrenabwehr wurde unter anderem ein Kran des
THW Pinneberg in Stellung gebracht. Taucher des THW aus Schleswig konnten im weiteren Einsatzverlauf mehrere Öffnungen am Rumpf feststellen, durch die Wasser in das
Boot eindrang.
Mehrere Organisationen standen im Großeinsatz vor Ort. (Bildquelle: Daniel Passig KFV RD-ECK)
In enger Abstimmung aller beteiligten Führungskräfte wurde ein gemeinsames Vorgehen festgelegt. Der Katamaran wurde durch Taucher zusätzlich mit Leinen gesichert. Eine weitere Ölsperre wurde auf der gegenüberliegenden Seite des Steges ausgebracht, sodass eine Gefährdung der Umwelt ausgeschlossen werden konnte.
Der Eigner ist nun aufgefordert, ein Fachunternehmen mit der Bergung des Katamarans zu beauftragen.
Einsatzkräfte sicherten das Boot mit Leinen und Ölsperren. (Bildquelle: Daniel Passig KFV RD-ECK)
Insgesamt waren rund 90 Einsatzkräfte im Einsatz. Die Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes
Rendsburg stellte die Verpflegung der Kräfte sicher und übernahm mit einem Rettungswagen die sanitätsdienstliche Absicherung.
Der Einsatz konnte gegen 22:00 Uhr beendet werden. Verletzt wurde niemand. Zur Schadenshöhe kann derzeit noch keine Auskunft erteilt werden.
Quelle der Nachricht: Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde