Bei einer Kontrolle am Grenzübergang Rhede hat der Zoll rund zehn Kilogramm Kokain in einem versteckten Hohlraum eines Autos entdeckt. Der 57-jährige Fahrer wurde festgenommen und befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.
Bei einer Fahrzeugkontrolle am Grenzübergang Rhede im Landkreis Emsland hat der Zoll rund zehn Kilogramm Kokain sichergestellt. Die Drogen waren in einem nachträglich eingebauten Versteck untergebracht.
Der Fund gelang bereits am 21. September 2026. Das Hauptzollamt Oldenburg informierte am Donnerstag, 29. Oktober, über den Fall.
Fahrer wollte angeblich Verwandten besuchen
Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege hatten einen aus den Niederlanden kommenden Wagen mit polnischer Zulassung angehalten.
Am Steuer saß ein 57-jähriger Deutscher. Er erklärte den Beamten, dass er den Halter des Fahrzeugs zum Flughafen nach Amsterdam gebracht habe und nun auf dem Rückweg zu seiner Wohnung in Paderborn sei.
Unterwegs wolle er noch die Gelegenheit nutzen, einen Cousin in Papenburg zu besuchen.
Auf die Frage, ob er verbotene Gegenstände wie Betäubungsmittel oder Waffen beziehungsweise größere Bargeldmengen mitführe, antwortete der Mann mit Nein.
Allerdings wirkte der 57-Jährige auf die Zöllner auffallend nervös. Die Einsatzkräfte entschieden deshalb, den Fahrer und sein Auto genauer zu kontrollieren.
Endoskop bringt verstecktes Kokain ans Licht
Bei der Durchsuchung entdeckten die Beamten einen nachträglich eingebauten Hohlraum im Fahrzeug.
Mithilfe eines Endoskops untersuchten sie das Versteck und erkannten darin mehrere verdächtig verpackte Pakete. Um an den Inhalt zu gelangen, mussten die Zöllner das Schmuggelversteck gewaltsam öffnen.
Die anschließende Überprüfung ergab, dass sich in den Paketen insgesamt rund zehn Kilogramm Kokain befanden.
57-Jähriger in Untersuchungshaft
Die Zollbeamten nahmen den Fahrer vorläufig fest und stellten sowohl die Drogen als auch das benutzte Fahrzeug sicher.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück ordnete das Amtsgericht Papenburg Untersuchungshaft gegen den 57-Jährigen an.
Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Essen am Dienstsitz Nordhorn im Auftrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück.
Quelle der Polizeinachricht: Hauptzollamt Oldenburg