Eine 46-jährige Frau ist am Mittwochabend in Rheine-Mesum bei einer Auseinandersetzung mit ihrem Ehemann tödlich verletzt worden. Noch während des Geschehens alarmierte sie selbst die Polizei und berichtete von einem Messerangriff.
Am Mittwochabend (12.08.2026) ist eine 46-Jährige bei einem Messerangriff in der Thiestraße in Rheine tödlich verletzt worden.
46-Jährige alarmiert selbst die Polizei
Ersten Erkenntnissen zufolge gerieten die Ehepartner an ihrer Wohnanschrift zunächst in einen Streit. Um 18:34 Uhr meldete sich die 46-Jährige über den Notruf bei der Polizei und gab an, von ihrem Ehemann mit einem Messer angegriffen zu werden.
Die Frau nannte der Leitstelle ihren Namen und schilderte die Bedrohung durch ihren Ehemann. Die Einsatzkräfte versuchten, mit ihr in Verbindung zu bleiben und ihr Hinweise zum Schutz zu geben.
Gleichzeitig wurden Polizeikräfte sowie Notarzt und Rettungsdienst zur Adresse im Stadtteil Mesum geschickt. Im weiteren Verlauf antwortete die Frau am Telefon nicht mehr.
Frau stirbt trotz Reanimation
Die alarmierten Polizeibeamten fanden die Frau blutüberströmt auf der Straße und ohne Bewusstsein am Einsatzort vor.
Die Beamten begannen gemeinsam mit weiteren Ersthelfern unverzüglich mit der Reanimation. Nach dem Eintreffen der Rettungskräfte wurden die Wiederbelebungsmaßnahmen fortgesetzt. Trotz aller Bemühungen verstarb die 46-Jährige noch am Tatort.
Nach ersten Informationen soll die Frau mehr als zehn Messerstiche aufgewiesen haben. Diese Angabe wurde von Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst nicht abschließend bestätigt.
Ehemann am Tatort festgenommen
Am Tatort befanden sich neben der Frau auch ihr 55-jähriger Ehemann und der 20-jährige Sohn des Ehepaares. Der Sohn soll unter Schock auf der Straße gestanden und ein blutverschmiertes Messer in der Hand gehalten haben.
Die Polizei stellte das Messer als mögliches Tatwerkzeug sicher. Nach ersten Ermittlungen und Zeugenaussagen gehen die Ermittler davon aus, dass der Sohn seinem Vater das Messer nach der Tat abgenommen hatte. Der Sohn wurde psychologisch betreut.
Die Polizei nahm den 55-jährigen Ehemann mit deutscher Staatsangehörigkeit widerstandslos am Tatort fest. Zur Sicherung möglicher Spuren wurden seine Hände mit Papiertüten geschützt.
Mordkommission übernimmt Ermittlungen
Der 55-Jährige soll am Donnerstag (13.08.2026) einem Haftrichter vorgeführt werden.
Die Polizei Münster hat die Ermittlungen übernommen und eine Mordkommission unter Leitung des Ersten Kriminalhauptkommissars Frank Schneemann eingerichtet. Die Kriminaltechnik sicherte bis in den Abend Spuren am Tatort und auch im Wohnhaus der Familie.
Das Motiv und die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Münster / Polizei Steinfurt / Staatsanwaltschaft Münster