Rommerskirchen - Tödlich verletzter Mann von Zug geborgen
Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss
Am Montag (21.10.), gegen 12:20 Uhr, erhielt die Polizei Kenntnis von einer leblosen Person auf einem abgestellten Zug am Bahnhof Rommerskirchen.
Eine Bergung des Leichnams konnte erst erfolgen, nachdem alle Gefahren (Zugverkehr, Hochspannung auf Oberleitung) für die eingesetzten Kräfte ausgeschlossen werden konnten. Vor Ort leiteten Beamte der Kripo ein Todesermittlungsverfahren ein. Derzeit werden die Identität des Toten abschließend geklärt und Ermittlungen zur Todesursache betrieben. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein Unfall im Zusammenhang mit den am Bahnhof befindlichen Oberleitungen zum Ableben des Mannes geführt haben. Die Ermittlungen dauern an.
Die Polizei warnt ausdrücklich vor dem Betreten von Gleisanlagen. Insbesondere das Klettern auf abgestellte Züge oder Waggons birgt große Gefahren. Um einen tödlichen Stromschlag zu erleiden, müssen die dortigen Oberleitungen nicht einmal berührt werden. Sogenannte Spannungsbögen können eine gewisse Distanz bis zu einem leitenden Körper überwinden und so zu schwersten Verletzungen führen.
Im Rahmen des Todesermittlungsverfahrens konnte zunächst geklärt werden, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen 22-jährigen Mann aus Rommerskirchen handelt. Der Bereich der Gleisanlagen und insbesondere die Nähe zu dortigen Oberleitungen bergen große Gefahren unter anderem das Risiko durch überspringende Hochspannung einen Stromschlag zu erleiden.
Die genaue Todesursache soll nun aber durch eine Obduktion festgestellt werden. Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei keine Augenzeugen, die beobachtet haben, wie der junge Mann ums Leben kam. Auch was den Verstorbenen bewogen hat auf den abgestellten Zug zu steigen, ist derzeit noch unbekannt und Gegenstand der weiteren Ermittlungen.