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Roth – Polizist bei Geschwindigkeitsmessung von Auto erfasst

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Zwei Polizisten stehen auf einer Straße, einer benutzt ein Radargerät auf einem Stativ, während der andere einen Stoppschild hält. Ein Polizeiwagen ist im Hintergrund sichtbar.
Symbobild (Bildquelle: Polizei Mettmann)

Ein Polizeibeamter ist bei einer Geschwindigkeitskontrolle in Roth von einem Auto erfasst und mehrere Meter durch die Luft geschleudert worden. Der 39-Jährige erlitt nach bisherigen Erkenntnissen leichtere Verletzungen. Gegen den Autofahrer wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Am späten Dienstagabend (04.08.2026) erfasste ein Pkw-Fahrer einen Polizeibeamten, der in Roth (Lkrs. Roth) Geschwindigkeitsmessungen mittels eines Laser-Handmessgeräts durchführte.
Gegen 22:15 Uhr führten mehrere Beamte der Polizeiinspektion Roth in der Allersberger Straße Verkehrskontrollen durch. Hierbei nahmen sie zudem Geschwindigkeitsmessungen mittels eines Laser-Handmessgeräts vor. Bei der Messstelle (innerorts) handelte es sich um eine Staatsstraße mit Begrenzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h.

Beamter von Auto erfasst

Der im weiteren Verlauf geschädigte Polizeibeamte (39) fungierte an der Kontrollstelle als Anhalter. Hierzu trug er an der beleuchteten Straße eine Warnweste und führte einen Anhaltestab (umgangssprachlich Kelle) mit Licht mit sich.
Als der spätere Beschuldigte mit rund 50 km/h (laut Messung) auf die Messstelle zufuhr, signalisierte der Beamte dem Pkw-Fahrer mittels des Anhaltestabs die Anhaltung zur Verkehrskontrolle.
Der Fahrer (33, rumänischer Staatsangehöriger) des Pkw (Skoda) reagierte hierauf nicht und passierte die Messstelle, an der sich zwei weitere Beamte, ein uniformierter Streifenwagen sowie das aufgestellte Laserstativ befanden.
Der Polizeibeamte, welcher die Anhaltung anzeigte, befand sich zu diesem Zeitpunkt einige Meter hinter der Messstelle und versuchte mittels des beleuchteten Anhaltestabs auf sich aufmerksam zu machen.
Der Pkw-Fahrer reagierte auch hierauf nicht und fuhr stattdessen, ohne seine Geschwindigkeit zu reduzieren, auf den Beamten zu. Dieser versuchte noch dem Pkw auszuweichen, wurde jedoch von diesem erfasst und rund fünf bis sechs Meter durch die Luft auf einen angrenzenden Grünstreifen geschleudert.

Ermittlungen gegen Autofahrer

Der Skoda-Fahrer hielt daraufhin unmittelbar an. Die anwesenden Beamten leiteten sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen ein.
Der Polizist wurde durch den Rettungsdienst an der Unfallstelle erstversorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Nach bisherigem Erkenntnisstand trug er nur leichtere Verletzungen davon, wurde jedoch zur Beobachtung auf der Intensivstation aufgenommen.
Ein Atemalkoholtest beim Beschuldigten ergab 0,0 mg/l. Durchgeführte Tests auf drogentypische Ausfallerscheinungen verliefen ebenfalls negativ.
Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wird davon ausgegangen, dass der 33-Jährige den Beamten aus bislang ungeklärten Gründen nicht wahrgenommen hatte. Anhaltspunkte, die auf eine vorsätzliche Tat schließen lassen, liegen nicht vor.
Die Unfallaufnahme erfolgte durch Beamte der Polizeiinspektion Hilpoltstein. Sie leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall gegen den Beschuldigten ein.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Mittelfranken

Kategorien:

Bayern
Verkehr
Unfälle

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