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Siegburg – Mann zündet Pyrotechnik im ICE

03.04.2026 | 08:10

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Siegburg – Mann zündet Pyrotechnik im ICE

(Symbolbild) (Bildquelle: Bundespolizeiinspektion )

Am 02.04.2026 zündete ein Mann in einem ICE bei Siegburg (NW) Pyrotechnik. Mehrere Fahrgäste wurden verletzt, der Tatverdächtige wurde festgenommen.

Pyrotechnik im ICE gezündet

Am Donnerstag (02. April) entzündete ein 20-jähriger Mann gegen 21:00 Uhr im ICE auf dem Weg von Aachen nach Frankfurt/Main zwei bislang nicht näher bestimmte pyrotechnische Gegenstände. Dadurch wurden mindestens 12 Mitreisende leicht verletzt.
Eine Person erlitt vermutlich ein Knalltrauma und musste in ein Bonner Krankenhaus gebracht werden. Nach kurzer Behandlung konnte sie wieder entlassen werden.
Nach aktuellen Erkenntnissen soll es sich bei einem der Gegenstände um eine sogenannte Softair-Granate gehandelt haben, die aus einer Zugtoilette in den Gang geworfen wurde. In Wagen 23 kam es zu einer Detonation und Rauchentwicklung. Durch umherfliegende kleine Kugeln wurden mehrere Personen verletzt.

Festnahme im Bahnhof Siegburg/Bonn

Der mutmaßliche Täter, ein deutscher Staatsbürger aus Aachen, wurde von anderen Reisenden in der Zugtoilette eingeschlossen. Beamte der Bundespolizei nahmen den jungen Mann im Bahnhof Siegburg/Bonn fest.
Zuvor soll der Mann geäußert haben, einen Anschlag begehen und Menschen töten zu wollen.

Evakuierung und Versorgung der Fahrgäste

Der Zug, der rund 180 Fahrgäste beförderte, wurde umgehend geräumt. Ein Teil des Bahnhofgeländes wurde vorsorglich gesperrt.
Die Passagiere wurden in einer nahegelegenen Turnhalle von der Siegburger Feuerwehr versorgt. Notfallseelsorger standen zur Betreuung bereit. Das Notfallmanagement der Deutschen Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr zur Weiterreise der Fahrgäste ein.
Zusätzlich wurden Busse organisiert, die die Fahrgäste nach Frankfurt/Main weitertransportierten.

Durchsuchung und Spurensicherung

Geschulte Kräfte der Bundespolizei durchsuchten den ICE ohne Feststellungen nach gefährlichen Gegenständen. Der Zug und das betroffene Bahngleis wurden gegen 00:45 Uhr freigegeben, nachdem die Spurensicherung der Polizei den mutmaßlichen Tatort untersucht hatte.
Wagen 23 wurde als Tatort abgesperrt. Spezialkräfte, darunter Hundeführer der Bundespolizei sowie Sprengstoffexperten, durchsuchten den Zug, um weitere Gefahren auszuschließen.

Ermittlungen laufen

Der 20-Jährige Tatverdächtige befindet sich derzeit im polizeilichen Gewahrsam. Die Ermittlungen zu seiner Motivation und den Hintergründen dauern an.
Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten eine Maske, zwei Messer und zwei frei verkäufliche Rauchkörper.
Die Kriminalpolizei ermittelt gegen den Aachener wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung sowie Verstößen gegen das Sprengstoff- und das Waffengesetz.
Quelle der Polizeinachricht: Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis

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