Der Fahrer wollte die Sammelkarten über die Grenze schmuggeln. (Bildquelle: Hauptzollamt Singen)
Am Grenzübergang Bühl (BW) entdeckte der Zoll rund 900 Pokémon-Karten im Wert von etwa 6.900 Euro. Gegen den Fahrer wurde ein Steuerstrafverfahren eingeleitet.
Kontrolle am Grenzübergang
Zöllner des Hauptzollamts Singen haben in der vergangenen Woche am Grenzübergang Bühl einen Schmuggelversuch, von knapp 900 Verpackungseinheiten Pokémon-Spiel- und Sammelkarten aufgedeckt. Die Waren sollten ohne Anmeldung über die Grenze nach Deutschland gebracht werden.
Pokémon-Sammelkarten im Wert von rund 6.900 Euro
Bei der Kontrolle entdeckten die Einsatzkräfte die Sammelboxen im Wert von rund 6.900 Euro in mehreren Kisten und Kartons im Kofferraum eines Fahrzeugs. Zuvor hatte der 33-jährige Fahrer aus dem Kanton Schwyz angegeben, keine anmeldepflichtigen Waren mitzuführen.
Geplanter Weiterverkauf
Wie sich herausstellte hatte der Mann geplant die Karten in Deutschland an Sammlerinnen und Sammler zu verkaufen. "Pokémon Karten sind auch für die Kontrolleinheiten des Zolls kein alltägliches Schmuggelgut", erklärt Sonja Müller, Pressesprecherin des Hauptzollamts Singen.
Weiter führt Müller aus: "Gewerbliche Warensendungen müssen grundsätzlich beim Zoll angemeldet werden. Solche Abfertigungen sind nur an bestimmten Zollstellen möglich. Der Grenzübergang Bühl ist ausschließlich für den privaten Reiseverkehr geöffnet; gewerbliche Waren können hier nicht abgefertigt werden."
Ermittlungen und Abgaben
Gegen den 33-Jährigen wurde ein Steuerstrafverfahren eingeleitet. Nachdem er die Einfuhrabgaben in Höhe von über 1.500 Euro entrichtet waren, konnte der Mann seine Fahrt mit den Sammelkarten fortsetzen.
Der Fall wurde zur weiteren Bearbeitung an die zuständige Straf- und Bußgeldstelle des Hauptzollamts Karlsruhe weitergeleitet.