Sinzig – Mitarbeiter von Geldtransport in Bank überfallen
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Symbolbild (Bildquelle: Adobe Stock, Belish)
Nach dem Großeinsatz in einer Bankfiliale in Sinzig (RP) hat die Polizei neue Details veröffentlicht. Demnach soll mindestens ein Täter einen Geldtransporterfahrer überfallen und anschließend zwei Menschen in einem Raum eingeschlossen haben.
Großeinsatz nach gemeldeter Geisellage
Am Donnerstagmorgen, 08.05.2026, gegen 09:00 Uhr wurde die Polizei über eine mutmaßliche Geiselnahme in einer Volksbankfiliale in der Sinziger Innenstadt informiert.
Da zunächst unklar war, ob sich noch Täter im Gebäude befinden, rückten zahlreiche Polizeikräfte an. Die Bank sowie angrenzende Bereiche wurden weiträumig abgesperrt. Die Polizei ging zwischenzeitlich von mehreren Tätern und mehreren Geiseln aus.
Spezialkräfte durchsuchen Gebäude
Im Verlauf des Einsatzes betraten Spezialkräfte der Polizei die Bankfiliale sowie die im Gebäude befindlichen Wohneinheiten und durchsuchten diese nach möglichen Tätern.
Dabei konnten zwei Personen unverletzt aus einem verschlossenen Raum befreit werden. Wie die Polizei später mitteilte, handelte es sich bei einer der eingeschlossenen Personen um einen Mitarbeiter eines Geldtransportunternehmens.
Täter soll Bargeldbehälter entwendet haben
Nach aktuellem Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass mindestens ein männlicher Täter gegen 09:00 Uhr den Mitarbeiter des Geldtransportunternehmens abgepasst und ihm ein mitgeführtes Behältnis mit Bargeld entwendet hat.
Der Mann soll etwa 1,80 Meter groß gewesen sein und einen weißen Overall getragen haben, der laut Polizei an einen „Imkeranzug“ erinnerte. Anschließend wurden zwei Personen durch den oder die Täter in einem separaten Raum der Bankfiliale eingeschlossen.
Vermutlich noch vor dem Eintreffen der ersten Polizeikräfte sollen der oder die Täter das Gebäude wieder verlassen haben.
Umfangreiche Fahndung in Sinzig
Neben den Maßnahmen an der Bank liefen umfangreiche Fahndungsmaßnahmen im gesamten Stadtgebiet.
Die Kriminaldirektion Koblenz übernahm inzwischen die federführenden Ermittlungen. Dazu zählen Spurensicherungsmaßnahmen sowie umfangreiche Zeugenbefragungen.
Polizei warnt vor irreführenden Videos im Internet
Im Zusammenhang mit der Berichterstattung stellte die Polizei fest, dass teilweise irreführende Meldungen und Videos im Internet verbreitet wurden.
In einem Video war zu sehen, wie ein Mann von Spezialkräften aus der Filiale geführt wurde. Dabei handelte es sich laut Polizei um eine der beiden eingeschlossenen Personen und nicht um einen Tatverdächtigen.
Zeugenaufruf
Zeugen, die Hinweise zum Täter oder zum Geschehen geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Koblenz unter der Telefonnummer 0261 92156-390 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.