Stade – Fünf Tote nach Schüssen in Jugendhilfeeinrichtung
Redaktion Polizeiticker Deutschland
In einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade sind bei einer Gewalttat fünf Menschen ums Leben gekommen. Mehrere weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Die Polizei nahm zwei Personen fest, darunter den mutmaßlichen Schützen. Für die Bevölkerung besteht nach Angaben der Polizei keine Gefahr.
Schüsse in Jugendhilfeeinrichtung
In der Dankersstraße in Stade ist es am Sonntag zu einer schweren Gewalttat gekommen.
Nach Angaben der Polizei fielen in einer dortigen Jugendhilfeeinrichtung mehrere Schüsse. Bei dem Vorfall wurden nach aktuellem Stand fünf Erwachsene getötet. Mehrere weitere Menschen erlitten teilweise schwere Verletzungen.
Vier der Opfer starben noch am Tatort. Eine weitere Person erlag trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen ebenfalls noch vor Ort ihren Verletzungen.
Polizei nimmt zwei Personen fest
Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz und sperrte den Bereich weiträumig ab.
Im Zusammenhang mit der Tat wurden zwei Personen festgenommen. Unter ihnen befindet sich nach Angaben der Polizei auch der mutmaßliche Täter.
Nach Informationen eines Augenzeugen soll eine Frau gemeinsam mit einem jungen Mann versucht haben, den Tatort mit einem Auto zu verlassen. Als das Fahrzeug trotz Aufforderung nicht anhielt, hätten Polizeibeamte auf die Reifen des Wagens geschossen, um die Flucht zu stoppen. Diese Angaben sind bislang nicht vollständig bestätigt worden.
Großeinsatz mit Hubschraubern und Seelsorgern
Während des Großeinsatzes kreisten zwei Hubschrauber über dem Stadtgebiet.
Zahlreiche Rettungs- und Einsatzkräfte sowie Seelsorger wurden zur Betreuung von Betroffenen und Angehörigen an die Jugendhilfeeinrichtung entsandt.
Nach Informationen aus Medienberichten befinden sich in der Einrichtung auch Mutter-Kind-Wohngruppen.
Keine Gefahr für die Bevölkerung
Die Polizei betont, dass derzeit keine Gefahr für die Bevölkerung besteht.
Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Die Polizei kündigt an, regelmäßig weitere Informationen zu veröffentlichen.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeidirektion Lüneburg