Steinau HE – Motorradfahrer verursacht Unfall mit Schwertransport
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Ein Schwertransport musste in Steinau-Ulmbach eine Gefahrenbremsung einleiten, nachdem ein Motorradfahrer offenbar eine mobile Absicherung missachtet hatte. Dabei riss ein Spanngurt und ein rund zehn Tonnen schweres Gegengewicht stürzte vom Anhänger.
Zehn-Tonnen-Gewicht fiel nach Vollbremsung von Schwertransport-Anhänger
Und plötzlich ging nichts mehr: Ein Schwertransport musste am Montagvormittag, 28.9.2026, im Stadtteil Ulmbach eine Vollbremsung einleiten, nachdem ein bislang unbekannter Motorradfahrer offenbar eine mobile Absicherung missachtet hatte.
Das abrupte Abstoppen hatte unter anderem Folgen für die Ladung, denn ein tonnenschweres Teil löste sich. Die Polizei sucht nun nach dem Motorradfahrer.
Gegen 11.35 Uhr war das Schwertransport-Gespann, bestehend aus einer Zugmaschine und einem Anhänger, auf der Steinauer Straße in Richtung Steinau unterwegs.
Die Besatzung eines vorausfahrenden Begleitfahrzeugs sicherte den Transport etwa auf Höhe der Einmündung "Am Ring" ab, indem sie den entgegenkommenden Verkehr anhielten beziehungsweise Zeichen gab, Platz zu schaffen, um dem gelben Lastwagen ausreichend Platz für die Durchfahrt zu verschaffen.
Zwei entgegenkommende Fahrzeuge - ein Auto und das Motorrad - warteten zunächst. Nachdem das Begleitfahrzeug an den beiden Fahrzeugen vorbeigefahren war, fuhr der Motorradfahrer wohl direkt weiter.
Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr er zunächst an dem wartenden Pkw vorbei und anschließend in Richtung des entgegenkommenden Schwertransports. Aufgrund der unklaren Situation leitete der Fahrer des Lastwagens eine Gefahrenbremsung ein.
Spanngurt reißt bei Gefahrenbremsung
Das führte dazu, dass einer der beiden Spanngurte, mit denen ein etwa zehn Tonnen schweres Gegengewicht auf dem Anhänger gesichert war, riss. Trotz zusätzlich verwendeter Anti-Rutsch-Matten geriet das massive Element ins Rutschen, bewegte sich nach vorne und stürzte schließlich zwischen Zugmaschine und Anhänger auf die Deichsel beziehungsweise auf die Fahrbahn.
Am Schwertransport entstand Sachschaden, der vorläufig auf etwa 10.000 Euro geschätzt wird.
Da das Gespann infolge des Vorfalls die Fahrbahn blockierte, musste die Ortsdurchfahrt für die Dauer der Bergungs- und Aufräumarbeiten zudem für mehrere Stunden voll gesperrt und der Verkehr entsprechend umgeleitet werden. Mit einem Kranfahrzeug wurde das Gewicht schließlich wieder aufgeladen.
Polizei sucht geflüchteten Motorradfahrer
Der Motorradfahrer hatte seine Fahrt unmittelbar nach dem Vorfall fortgesetzt und sich damit unerlaubt von der Unfallstelle entfernt, ohne seinen Pflichten als Unfallbeteiligter nachzukommen.
Bei dem gesuchten Motorrad soll es sich um ein schwarzes Krad mit zwei seitlichen Koffern, möglicherweise ein Enduro-Motorrad, gehandelt haben. Der Fahrer soll eine dunkle Motorradkombi und vermutlich einen schwarzen Helm getragen haben, so die bisherigen Erkenntnisse der Beamten.
Zeugenaufruf
Sie bitten nun Zeuginnen und Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Angaben zu dem Motorradfahrer beziehungsweise seinem Krad machen können, sich unter der Telefonnummer 06661 9610-0 bei der Polizeistation Schlüchtern zu melden.