Auf der B31 bei Stetten am Bodensee ist ein Lastwagen auf einen Seat Alhambra aufgefahren, dessen Fahrerin einen Linienbus aus einer Haltebucht einscheren lassen wollte. Die 36-jährige Autofahrerin und ihre drei Mitfahrer wurden verletzt.
Am Donnerstagnachmittag (08.10.2026) ereignete sich gegen 16 Uhr auf der B31 zwischen Hagnau am Bodensee und Stetten in Fahrtrichtung Immenstaad ein schwerer Auffahrunfall mit vier Verletzten.
Nach bisherigen Erkenntnissen übersah ein 28-jähriger Lastwagenfahrer aus Unachtsamkeit, dass die 36-jährige Fahrerin eines Seat Alhambra an einer Bushaltestelle angehalten hatte, um einem Linienbus das Einfahren auf die Bundesstraße zu ermöglichen.
Der Lastwagen fuhr dem Seat mit großer Wucht von hinten auf. Nach Angaben der Feuerwehr stand der Lastwagen anschließend zwischen dem Auto und dem Linienbus.
Vier Autoinsassen verletzt
Die 36-jährige Fahrerin und ihre drei Mitfahrer konnten den Seat selbstständig verlassen. Alle vier erlitten nach ersten Erkenntnissen eher leichte Verletzungen und wurden vom Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Der 28-jährige Lastwagenfahrer blieb augenscheinlich unverletzt. Er konnte sein Führerhaus eigenständig verlassen, nachdem der Sattelzug etwas zurückgefahren worden war.
Auch der Busfahrer und die Fahrgäste blieben nach einer Untersuchung durch den Rettungsdienst unverletzt.
Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst
Aufgrund der ersten Meldung, wonach möglicherweise Personen in Fahrzeugen eingeklemmt sein könnten, wurden zahlreiche Einsatzkräfte alarmiert.
Die Freiwillige Feuerwehr Stetten war gemeinsam mit unterstützenden Kräften aus dem Gemeindeverwaltungsverband mit insgesamt 30 Feuerwehrleuten im Einsatz.
Der Rettungsdienst, ein Rettungshubschrauber und die Einsatzgruppe der DRK-Bereitschaft waren mit insgesamt 24 Helfern vor Ort. Auch Kreisbrandmeister Alexander Amann verschaffte sich einen Überblick über die Lage.
B31 zeitweise vollständig gesperrt
Die Bundesstraße musste während der Rettungsarbeiten und der Unfallaufnahme zunächst vollständig gesperrt werden. Kurz nach 17 Uhr konnte der Verkehr nach Feuerwehrangaben auf einer Fahrspur an der Unfallstelle vorbeigeführt werden.
Gegen 17:30 Uhr war die Unfallstelle vollständig geräumt. Durch das hohe Verkehrsaufkommen entstanden auch auf den umliegenden Straßen Verkehrsbehinderungen.
Der Sachschaden an den beteiligten Unfallfahrzeugen wird auf mehr als 15.000 Euro geschätzt. Der Seat war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.
Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang führt das Polizeirevier Überlingen.
Quelle der Polizeinachricht: Kreisfeuerwehrverband Bodenseekreis e. V.