Stutensee – Zwei Personen von 40 Meter hohem Sendemast gerettet
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Zwei Männer sind in Stutensee auf einen rund 40 Meter hohen Sendemast geklettert und konnten anschließend nicht mehr selbst heruntersteigen. Ein Großaufgebot der Feuerwehr brachte beide unverletzt in Sicherheit.
Ein außergewöhnlicher Feuerwehreinsatz hat sich am Mittwochabend im Stutenseer Stadtteil Blankenloch/Büchig ereignet. Zwei Männer kletterten auf einen rund 40 Meter hohen Sendemast nahe der Bahnstrecke Karlsruhe–Mannheim und mussten schließlich von der Feuerwehr gerettet werden.
Nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbandes meldeten Anwohner gegen 22:00 Uhr mehrere Personen auf dem Mast. Die ersten Streifenwagenbesatzungen der Polizei nahmen Kontakt zu den beiden Männern auf.
Gegen 22:08 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Stutensee mit mehreren Abteilungen sowie der Fachgruppe Einfache Rettung aus Höhen und Tiefen (ERHT) alarmiert.
Zur Unterstützung rückten außerdem die Berufsfeuerwehr Karlsruhe mit einer Hubrettungsbühne und ihrer Höhenrettungsgruppe sowie die Werkfeuerwehr KIT an.
Nach ersten Informationen es sich bei den Geretteten um zwei Männer im Alter von 21 und 30 Jahren. Sie sollen eine Schutzvorrichtung überwunden und über eine Steigleiter ohne Sicherung den Mobilfunkmast erklommen haben.
Auf einer Wartungsplattform in rund 40 Metern Höhe hätten sie sich schließlich nicht mehr zugetraut, selbstständig wieder abzusteigen. Anwohner bemerkten die Situation und alarmierten die Einsatzkräfte.
Nach umfangreichen Sicherungsmaßnahmen brachte die Feuerwehr die beiden Männer mithilfe der Hubrettungsbühne und eines Rettungskorbs sicher zurück auf den Boden. Beide blieben unverletzt.
Nach Angaben eines Sprechers des Kreisfeuerwehrverbandes wirkten die Männer nach der Rettung verängstigt und seien erleichtert gewesen, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.
Im Einsatz waren die Freiwillige Feuerwehr Stutensee, die Berufsfeuerwehr Karlsruhe und die Werkfeuerwehr KIT mit insgesamt 43 Einsatzkräften und 11 Fahrzeugen. Der Rettungsdienst war mit einem Notarzteinsatzfahrzeug und einem Rettungswagen vor Ort. Zudem sicherten mehrere Streifenwagenbesatzungen des Polizeireviers Karlsruhe-Waldstadt sowie die Polizeihundestaffel den Einsatz ab.
Die beiden Männer erwartet nun ein Nachspiel. Das Besteigen des Sendemastes ist verboten und gilt als lebensgefährlich. Die Polizei prüft unter anderem ein Bußgeld.
Zudem könnte der kostenpflichtige Feuerwehreinsatz, der nach Einschätzung von Experten mehrere Tausend Euro gekostet haben dürfte, den beiden Kletterern in Rechnung gestellt werden.
Beschädigungen an der technischen Anlage wurden nach bisherigen Erkenntnissen nicht festgestellt.
Quelle der Polizeinachricht: Kreisfeuerwehrverband Landkreis Karlsruhe