Trippstadt – Jäger nach Treibjagd tot auf Hochsitz gefunden
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Nach einer Treibjagd im Pfälzerwald bei Johanniskreuz ist ein 48-jähriger Jäger tot auf einem Hochsitz entdeckt worden. Die Polizei stellte eine Schussverletzung fest und untersucht die Todesumstände.
Nach einer Treibjagd im Pfälzerwald bei Johanniskreuz im Bereich Trippstadt im Landkreis Kaiserslautern ist am Dienstag, 3. November 2026, ein 48-jähriger Jäger tot aufgefunden worden.
Die Polizei hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Wie es zu der Schussverletzung kam, ist bislang ungeklärt.
Jagdteilnehmer entdecken 48-Jährigen auf Hochsitz
Kurz nach 11 Uhr wurde die Polizei darüber informiert, dass Zeugen den 48-Jährigen regungslos auf einem Hochsitz entdeckt hatten.
Die Ersthelfer begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen und setzten diese bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes fort. Der Mann konnte jedoch nicht mehr gerettet werden.
Bei der Untersuchung des Leichnams wurde eine Schussverletzung festgestellt.
Laut Aussagen der Jagdteilnehmern soll sich die Schusswunde am Hinterkopf befinden.
Polizei stellt mehrere Jagdwaffen sicher
Die Kriminalpolizei untersucht, wie der 48-Jährige ums Leben kam. Dabei werden verschiedene mögliche Geschehensabläufe geprüft.
Im Rahmen der Ermittlungen erfassten die Beamten die Personalien von Jagdteilnehmern und stellten mehrere Schusswaffen sicher. Dabei soll es sich um sechs Waffen handeln. Eine offizielle Bestätigung dieser Zahl liegt bislang nicht vor.
Ob der tödliche Schuss durch einen Unfall, eine andere Person oder auf andere Weise verursacht wurde, ist derzeit offen.
183 Jäger und Helfer bei Drückjagd
Das zuständige Forstamt hatte zu der Drückjagd im Pfälzerwald eingeladen. Insgesamt sollen 183 Jäger und Helfer an der Veranstaltung teilgenommen haben.
Bei einer Drückjagd bewegen sich Treiber langsam durch das Jagdgebiet, um Wildtiere in Richtung der vorgesehenen Jagdstände zu bewegen.
Die genauen Umstände, unter denen der 48-Jährige seine tödliche Schussverletzung erlitt, sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.
Wildschwein verletzt weiteren Jäger schwer
Während der Jagd ereignete sich ein weiterer schwerer Zwischenfall.
Ein 29-jähriger Jäger wurde von einem Wildschwein schwer verletzt. Der Mann musste zur medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Nach dem bisherigen Ermittlungsstand gibt es keine Hinweise darauf, dass die Verletzung des 29-Jährigen mit dem Tod des 48-jährigen Jägers zusammenhängt.
Jagdteilnehmer psychologisch betreut
Die Ereignisse belasteten auch andere Teilnehmer der Jagd. Betroffene Personen wurden deshalb von Einsatzkräften der psychosozialen Notfallversorgung betreut.
Die Polizei setzt ihre Ermittlungen zu beiden Vorfällen fort. Insbesondere die genaue Ursache der tödlichen Schussverletzung ist noch nicht geklärt.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Westpfalz