Das Ehepaar Langendonk (Bildquelle: Polizei Oberbayern Süd)
Ein niederländisches Ehepaar auf Urlaubsreise, ein abgelegenes Waldstück und ein Verbrechen, das bis heute nicht aufgeklärt ist. Der Mord an den Eheleuten Langendonk beschäftigt Ermittler seit Jahrzehnten.
Es ist ein Fall, der bis heute Rätsel aufgibt: Im Juli 1997 werden die niederländischen Eheleute Herman (63) und Lida (61) Langendonk während ihrer Urlaubsreise durch Europa Opfer eines brutalen Verbrechens. Der Täter bleibt unbekannt.
Die Reise endet tödlich
Die Langendonks sind mit ihrem Wohnmobil unterwegs, als sie am 7. Juli 1997 auf einem Parkplatz nahe Litzlwalchen in Bayern Halt machen.
Dort geschieht das Verbrechen: Beide werden brutal ermodet.

Das Wohnmobil des Paares (Bildquelle: Polizei Oberbayern Süd)
Spuren werden verwischt
Nach bisherigen Erkenntnissen hielten sich die 61-jährige Frau und ihr 63-jähriger Ehemann zum Tatzeitpunkt neben ihrem Wohnmobil auf, als sie erschossen wurden. Anschließend fügte der Täter beiden tödliche Schnittverletzungen zu.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tat am Samstag, 7. Juni, gegen 18 Uhr verübt wurde. Erst rund zwei Stunden später entfernte sich der Täter mit dem Wohnmobil vom Tatort.
Nach der Tat setzt der Täter das Wohnmobil der Eheleute in Brand, offenbar, um Spuren zu vernichten. Die Leichen werden später in ihrem ausgebrannten Wohnmobil bei Nürnberg entdeckt.
Der rätselhafte Fahrgast
Ein möglicher Ansatzpunkt für die Ermittler ist ein bis heute nicht identifizierter Mann:In der Nacht zum 8. Juni sammelte ein Taxifahrer gegen 2 Uhr einen Fahrgast in der Nähe des späteren Brandortes auf und brachte ihn zum Nürnberger Hauptbahnhof. Von dort aus ließ sich der Mann mit einem weiteren Taxi in den Landkreis Traunstein fahren. Gegen 5 Uhr wurde er an der B304 zwischen Aiging und Matzing abgesetzt, unweit des späteren Tatorts.
Danach verliert sich seine Spur.
Die Beschreibung aus dem Jahr 1997:
- etwa 1,80 bis 1,85 Meter groß
- ca. 30 Jahre alt
- schlank
- nackenlange blonde Haare
- sprach Deutsch mit bayerischem oder österreichischem Dialekt

Die Ermittler gehen davon aus, dass bei der Tat eine Pistole des Typs Tokarev T33 verwendet wurde (Bildquelle: Polizei Oberbayern Süd)
Warum der Täter die Opfer transportierte, ist bis heute ungeklärt.
Offene Fragen
Die Polizei fragt heute noch: Wer konnte das Ehepaar am Freitag, 6. Juni, od. Samstag, 7. Juni, zusammen mit anderen Personen beobachten? Wer ist möglicherweise selbst mit dem kontaktfreudigen Ehepaar ins Gespräch gekommen?