Das Ehepaar Lange (Bildquelle: Polizei Hessen)
Es ist ein Verbrechen, das bis heute viele Fragen offenlässt. Ein brutaler Überfall, zwei Tote, keine Spur zum Täter: Der Mord an dem Ehepaar Zohre und Claus Lange in der Potsdamer Straße in Rödermark beschäftigt die Ermittler auch Jahre später noch intensiv.
Die Tat
Ein grausames Verbrechen, das bis heute ungelöst ist: Am 25. März 1999 wurde das Ehepaar Zohre und Claus Lange in seinem Einfamilienhaus in der Potsdamer Straße brutal überfallen und ermordet.
Nach bisherigen Erkenntnissen traf der Täter zunächst im Haus auf Claus Lange. Im Keller wurde er durch massive Gewalt gegen Kopf und Oberkörper getötet.
Rund zwei Stunden später kehrte seine Ehefrau Zohre nach Hause zurück – und wurde ebenfalls Opfer des Täters. Auch sie starb durch stumpfe und scharfe Gewalteinwirkung. Besonders erschütternd: Die Frauenärztin wurde zusätzlich im Genitalbereich verletzt.
Rätselhafte Details
Der Täter entwendete mehrere persönliche Gegenstände aus dem Haus – darunter:- Brillen der Opfer
- eine Armbanduhr
- eine Handtasche
- eine Goldkette
Auffällig: Die Gegenstände sind bis heute verschwunden. Ermittler gehen deshalb nicht von einem klassischen Raubmord aus, vielmehr könnten die Objekte als eine Art „Trophäe“ mitgenommen worden sein.
Ermittlungen ohne Ergebnis
Trotz einer 19-köpfigen Sonderkommission und intensiver Ermittlungen konnte der Täter nie identifiziert werden. Zwar gerieten in der Vergangenheit mehrere Personen in Verdacht, doch keiner dieser Hinweise erhärtete sich.
Ein Hoffnungsschimmer ergab sich 2011:
An einem der Opfer wurde eine DNA-Spur gesichert, die eindeutig dem Täter zugeordnet wird. Doch auch diese Spur konnte bislang keiner Person zugewiesen werden.
Cold Case – neue Hoffnung
Der Fall wird als Cold Case geführt, doch die Ermittlungen laufen weiter. Die gegründete „AG Breidert“ unter Leitung der Staatsanwaltschaft Darmstadt, gemeinsam mit dem Kommissariat 11 in Offenbach und dem Hessischen Landeskriminalamt, hat den Fall erneut aufgenommen.
Denn: Mord verjährt nicht.
Hinweise dringend gesucht
Die Ermittler hoffen weiterhin auf entscheidende Hinweise aus der Bevölkerung. Auch scheinbar unwichtige Erinnerungen können heute von großer Bedeutung sein.
Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.