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Ungelöst – Wer ermordete die Studentin Mariya Nakovska?

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Ungelöst – Wer ermordete die Studentin Mariya Nakovska?
Die 29-jährige Mariya Nakovska wurde am 6. Februar 2014 in Halle ermordet (Bildquelle: Polizei, Archivbild)

Am 6. Februar 2014 wird die 29-jährige Mariya Nakovska während einer Joggingrunde in Halle an der Saale ermordet. Trotz einer gesicherten Täter-DNA ist der Fall bis heute ungelöst.

Für unsere Reihe „Ungelöst“ blicken wir diesmal nach Halle an der Saale. Dort ereignete sich im Februar 2014 ein Verbrechen, das bis heute nicht aufgeklärt werden konnte. Die 29-jährige Studentin Mariya Nakovska wird während ihrer abendlichen Joggingrunde überfallen, vergewaltigt und ermordet. Obwohl die Ermittler eine DNA-Spur des Täters sichern konnten, fehlt bis heute jede heiße Spur.

Eine routinierte Joggingrunde endet tödlich

Am Abend des 6. Februar 2014 verlässt Mariya Nakovska das Studentenwohnheim in Halle. Die gebürtige Bulgarin studiert Betriebswirtschaft an der Martin-Luther-Universität und steht kurz vor ihrem Abschluss. Sport gehört zu ihrem Alltag, regelmäßig geht sie auf der Peißnitz joggen. Auch an diesem Abend scheint zunächst alles wie immer.
Gegen 21.36 Uhr ruft sie auf ihrem Handy eine Radio-App auf und hört über Kopfhörer Musik. Niemand ahnt, dass die junge Frau ihre Wohnung nie wieder lebend erreichen wird.

Angriff an einer dunklen Stelle

Nach Erkenntnissen der Ermittler läuft Mariya an diesem Abend über einen Verbindungsweg zwischen der Peißnitzstraße und dem Robert-Franz-Ring. Der etwa 400 Meter lange Weg war nur teilweise beleuchtet und galt als besonders dunkel. Dort dürfte ihr der spätere Täter begegnet sein.
Nach Einschätzung der Ermittler geriet Mariya zufällig ins Visier ihres Mörders. Die Fallanalytiker vermuten, dass der Täter nicht gezielt auf sie gewartet hatte, sondern eine sich bietende Gelegenheit nutzte.
An der mutmaßlichen Tatstelle werden später ihre Kopfhörer gefunden. Wenige Meter entfernt liegt ihr Handy. Darauf entdecken die Ermittler einen Fingerabdruck, der jedoch keiner bekannten Person zugeordnet werden kann.

Die grausame Entdeckung

Am nächsten Tag macht ein Spaziergänger eine schockierende Entdeckung: Im Mühlgraben treibt die Leiche einer jungen Frau. Zunächst erkennen die Einsatzkräfte keine eindeutigen Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Erst die rechtsmedizinische Untersuchung bringt die Wahrheit ans Licht.
Mariya wurde vergewaltigt und anschließend erwürgt. Zudem gelingt es den Ermittlern, männliche Fremd-DNA am Körper der jungen Frau zu sichern, eine Spur, die später zu den wichtigsten Beweismitteln des gesamten Falls werden sollte.

Eine der größten Ermittlungen der Region

Die Polizei startet eine groß angelegte Fahndung. Mehr als 4.600 Personen werden befragt, Tausende Handydaten ausgewertet und Zeugen kontaktiert. Die eigens gegründete Sonderkommission „Neuwerk“ verfolgt jede noch so kleine Spur.
Besonders aufwendig ist die DNA-Fahndung: Mehr als 2.500 Männer geben freiwillig Speichelproben ab. Sogar über internationale Rechtshilfe werden DNA-Proben aus anderen Ländern eingeholt. Doch keine einzige Probe stimmt mit der gesicherten Täter-DNA überein.
Auch Auftritte bei „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ und in anderen Fahndungssendungen bringen keinen Durchbruch. Eine Belohnung von 10.000 Euro wird ausgesetzt. Trotzdem bleibt der Täter unbekannt.
Ein Schlüsselanhänger zeigt ein lila Stoffkaninchen mit einer Stoffblume am Kopf, befestigt an einem Metallring mit einem Schlüssel.
Dieser Schlüssel mit dem auffälligen lilafarbenen Stoffhasen gehörte Mariya (Bildquelle: Polizei, Archivbild)

Das Rätsel um den Schlüsselanhänger

Bis heute beschäftigt die Ermittler auch ein weiteres Detail: Mariyas Wohnungsschlüssel wurde nie gefunden. An ihm befand sich ein auffälliger lilafarbener Milka-Stoffhase an einem schwarzen Band mit der Aufschrift „pimkie“. Die Polizei vermutet, dass der Täter den Schlüssel an sich genommen und später entsorgt haben könnte.

Ein ungelöster Mord

Mehr als zehn Jahre nach der Tat gibt es keinen konkreten Tatverdächtigen. Die Ermittlungen ruhen zwar weitgehend, doch die Akte bleibt offen. Denn Mord verjährt nicht. Die Hoffnung der Ermittler ruht weiterhin auf der gesicherten DNA-Spur. Sollte es irgendwann einen Treffer in einer Datenbank geben, könnte der Fall doch noch aufgeklärt werden.
Bis dahin bleibt die Frage bestehen:
Wer vergewaltigte und ermordete die 29-jährige Mariya Nakovska während ihrer Joggingrunde in Halle?

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