Unterensingen – Brand zerstört Feuerwehrhaus und Einsatzfahrzeuge
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Ein Großbrand hat am Montagabend das Feuerwehrhaus in Unterensingen schwer getroffen. Das Gebäude sowie mehrere Einsatzfahrzeuge wurden zerstört. Rund 140 Feuerwehrkräfte kämpften gegen die Flammen.
Ein Brand im Feuerwehrhaus Unterensingen hat am Montagabend einen Großeinsatz ausgelöst. Rund 140 Einsatzkräfte waren vor Ort. Das Gebäude und mehrere Feuerwehrfahrzeuge wurden ein Raub der Flammen.
Kurz nach 18:30 Uhr wurde die Feuerwehr Unterensingen durch einen Brandmelderalarm im eigenen Feuerwehrhaus alarmiert. Kommandant Jens Entzminger erkannte bereits auf der Anfahrt die Tragweite der Lage und ließ umgehend weitere Kräfte nachalarmieren.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte kam es zu Explosionen im Gebäude. Zwei Personen aus einem angrenzenden Getränkemarkt wurden vorsorglich evakuiert. Die Feuerwehr leitete sofort eine Riegelstellung ein, um ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Ein Innenangriff war aufgrund der Lage zunächst nicht möglich.
Im weiteren Verlauf übernahm Kreisbrandmeister Guido Kenner die Einsatzleitung. Das Dach des 2001 eingeweihten und 2018 erweiterten Feuerwehrhauses wurde über zwei Drehleitern geöffnet, um eine gezielte Brandbekämpfung zu ermöglichen.
Insgesamt kamen neun Löschrohre zum Einsatz, zwei davon über Drehleitern. Die Wasserversorgung wurde über drei Tragkraftspritzen vom nahegelegenen Neckar sichergestellt.
Trotz der massiven Brandentwicklung konnten größere Schäden an umliegenden Gebäuden verhindert werden. Lediglich ein Transporter wurde leicht beschädigt. Verletzt wurde niemand.
Das Feuerwehrhaus mit seinen fünf Fahrzeugboxen wurde jedoch vollständig zerstört. Ebenfalls vernichtet wurden mehrere Einsatzfahrzeuge, darunter zwei Löschfahrzeuge, ein Gerätewagen Logistik, ein Mannschaftstransportwagen sowie ein erst wenige Monate altes Mittleres Löschfahrzeug. Auch Inventar und Einsatzkleidung fielen dem Feuer zum Opfer.
Zur Unterstützung der Einsatzmaßnahmen setzte die Polizei eine Drohneneinheit ein. Über die Warn-App NINA wurde die Bevölkerung aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Im Einsatz waren Feuerwehrangehörige aus Unterensingen sowie den umliegenden Städten und Gemeinden Wernau, Oberboihingen, Köngen, Wendlingen, Kirchheim unter Teck und Nürtingen.
Das Deutsche Rote Kreuz war mit fünf Fahrzeugen und rund 30 Kräften vor Ort. Darunter befanden sich auch Einheiten der psychosozialen Notfallversorgung. Zudem übernahm das DRK die Verpflegung der Einsatzkräfte.
Neben Bezirksbrandmeister Adrian Wibel verschafften sich auch Landrat Marcel Musolf und Bürgermeister Robin Schmitt ein Bild von der Lage.
Die Löscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin. Zur Brandursache lagen zunächst keine Erkenntnisse vor.
Quelle der Polizeinachricht: Feuerwehren im Landkreis Esslingen