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Update Memmingen – Tatverdächtiger stirbt nach Angriff auf Polizei

05.05.2026 | 16:13

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Auf dem Bild ist die Nahaufnahme eines Polizisten zu sehen, der eine Hand an einer Pistole im Holster hat. Der Fokus liegt auf der Waffe und dem Halfter, getragen auf einer dunkelgrünen Hose.

Symbolbild (Bildquelle: Adobe Stock)

In Memmingen (BY) ist ein vermisster 14-Jähriger tot aufgefunden worden. Ein Tatverdächtiger griff Polizeibeamte mit einem Messer an und wurde angeschossen, später verstarb er im Krankenhaus.

Identität des Opfers geklärt

Am Montagvormittag, dem 04.05.2026, wurde im Zuge einer Vermisstensuche eine tote Person in einem leerstehenden Gebäude in der Freudentalstraße in Memmingen aufgefunden und Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts eingeleitet.
Die Obduktion der Leiche wurde zwischenzeitlich durchgeführt. Hierbei konnte eine Gewalteinwirkung bestätigt werden. Zudem konnte auch die Identität geklärt werden. Bei der tot aufgefundenen Person handelt es sich um den seit Samstagabend vermissten 14-Jährigen aus Memmingen.

Tatverdächtiger im Gebäude entdeckt

Bei der Absuche des leerstehenden Gebäudes stieß die Polizei auf eine männliche Person, die sich in einem Schrank versteckt hielt. Die Person verhielt sich aggressiv gegenüber den Polizeibeamten, ging mit einem Messer auf die Beamten los und flüchtete anschließend. Hierbei wurde niemand verletzt.
Die Polizei leitete daraufhin umfangreiche Fahndungsmaßnahmen aufgrund des Verdachts eines Tötungsdelikts zum Nachteil des aufgefundenen 14-Jährigen ein.

Schussabgabe durch Polizei

Gegen 18:19 Uhr ging eine Mitteilung bei der Polizei ein, dass sich der Tatverdächtige im Bereich des Hallenbades in der Wielandstraße 6 in Memmingen aufhalten könnte. Daher begaben sich gegen 18:30 Uhr fünf Polizeibeamte des Polizeipräsidiums Schwaben Nord in Zivil zur Wielandstraße.
Nach den derzeitigen Erkenntnissen konnten die Beamten den 37-jährigen Mann auf der Treppe vor dem Hallenbad sitzend feststellen und wollten diesen daraufhin festnehmen.
Der Tatverdächtige bemerkte die auf ihn zukommenden in Zivil gekleideten Polizeibeamten und versuchte zu fliehen. Hierzu rannte er los in Richtung Wielandstraße, wobei ihn die Polizeibeamten verfolgten und sich als solche auch zu erkennen gaben.
Als der Tatverdächtige dies hörte, hielt er abrupt an, drehte sich zu den ihm verfolgenden Polizeibeamten um und ging schnellen Schrittes auf diese mit einem Messer in der Hand zu.
Die Beamten forderten den 37-jährigen Mann mehrfach und lautstark auf, das Messer abzulegen. Der Mann ging jedoch davon unbeirrt weiter auf die Beamten zu, sodass sich der Abstand weiter verringerte. Aufgrund der geringen Entfernung und der vom Tatverdächtigen ausgehenden Gefahr setzten die Beamten schließlich die Waffe gegen den Mann ein.
Der Mann wurde mehrfach am Körper getroffen. Trotz seiner Verletzungen kam der 37-Jährige weiterhin den Aufforderungen der Beamten nicht nach, das Messer loszulassen, wodurch weiterhin Gefahr für die Polizeibeamten bestand.
Erst nach dem Einsatz eines hinzukommenden Polizeibeamten mit einem Schild konnte der Mann entwaffnet und anschließend ärztlich versorgt werden.
Trotz der umgehend durchgeführten Reanimation verstarb der Tatverdächtige kurze Zeit später im Krankenhaus. Die Beamten blieben körperlich unversehrt. Es wurden auch keine Unbeteiligten verletzt.

Weitere Ermittlungen

Die weitere Untersuchung zum Schusswaffengebrauch wurde zuständigkeitshalber vom Bayerischen Landeskriminalamt unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Memmingen übernommen. Die Obduktion des verstorbenen Tatverdächtigen wurde angeordnet.
Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen ist der verstorbene Tatverdächtige in Abu Qash geboren. Die Nationalität des Tatverdächtigen ist noch unklar.
Er wurde in Deutschland zweimal rechtskräftig jeweils zu Geldstrafen verurteilt – wegen Sachbeschädigung im Jahr 2021 und wegen unerlaubtem Aufenthalt ohne Pass im Jahr 2026.
Hinsichtlich etwaiger Nachfragen betreffend den Aufenthaltsstatus des verstorbenen Tatverdächtigen wird zuständigkeitshalber an die Zentrale Ausländerbehörde der Regierung von Schwaben verwiesen.
Aufgrund der laufenden Ermittlungen der Kriminalpolizei Neu-Ulm unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Memmingen können derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden.
Quelle der Polizeinachricht: Staatsanwaltschaft Memmingen / Polizeipräsidium Schwaben Süd/West

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