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Verden – Zoll und Polizei stellen 1,2 Tonnen Cannabis sicher

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Zwei Grenzschutzbeamte in taktischer Ausrüstung eskortieren eine Person in einem rot-schwarzen Jackett. Der Hintergrund zeigt eine grüne Hecke und es scheint, dass sie sich im Freien befinden.
In Polen wurden insgesamt acht mutmaßliche Mitglieder der Tätergruppierung festgenommen. (Bildquelle: Zollfahndungsamt Hannover)

In einem grenzüberschreitenden Ermittlungsverfahren haben deutsche und polnische Behörden mehr als 1,2 Tonnen Cannabis sichergestellt. Acht mutmaßliche Mitglieder einer deutsch-polnischen Schmugglergruppierung wurden in Polen festgenommen.

Ermittlungen über mehrere Monate

Mehr als 1,2 Tonnen Cannabis haben Zoll und Polizei in mehrmonatigen, grenzüberschreitenden Ermittlungen beschlagnahmt. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem polnischen Grenzschutz konnten insgesamt acht Tatverdächtige in Polen festgenommen werden.
Vier Personen, darunter Zollbeamte, durchsuchen in einer Lagerhalle Kisten und säcke mit verdächtigen Inhalten. Kisten sind teilweise geöffnet, und die Beamten tragen Westen mit Aufschrift ‚Zoll‘.
Ermittler kontrollierten die Container bis zu den Übergabeorten in Polen. (Bildquelle: Zollfahndungsamt Hannover)
Die zuletzt erfolgten Festnahmen am 15. Juni 2026 bilden den vorläufigen Höhepunkt der Ermittlungen der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift Oldenburg, bestehend aus Ermittlerinnen und Ermittlern des Zollfahndungsamts Hannover und der Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg. Die Ermittlungen erfolgen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Verden und in enger Zusammenarbeit mit dem polnischen Grenzschutz.
Eine offene Kiste gefüllt mit getrocknetem Cannabis liegt auf einer Fläche, die von transparenten und braunen Verpackungsmaterialien umgeben ist.
Das sichergestellte Cannabis hat einen geschätzten Straßenverkaufswert von rund 12 Millionen Euro. (Bildquelle: Zollfahndungsamt Hannover)

Cannabis in Seecontainern geschmuggelt

Das Ermittlungsverfahren richtet sich gegen eine deutsch-polnische Tätergruppierung, die im Verdacht steht, erhebliche Mengen Cannabis auf dem Seeweg von Thailand nach Europa geschmuggelt zu haben.
Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich Hinweise darauf, dass das Rauschgift in Seecontainern, versteckt zwischen Baumaterial, über den Hamburger Hafen eingeschmuggelt werden sollte. Zwei Beschuldigte aus dem Landkreis Diepholz sollen innerhalb der Gruppierung logistische Aufgaben übernommen haben.
In einer Lagerhalle liegen mehrere schwarze Müllsäcke neben einem Gabelstapler. Der Boden ist betoniert und es sind Paletten zu sehen.
Die Drogen waren in Seecontainern zwischen Baumaterial versteckt. (Bildquelle: Zollfahndungsamt Hannover)

Erste Sicherstellung in Hamburg

Bereits im Mai 2026 gelang es den Ermittlern, einen verdächtigen Container im Hamburger Hafen zu identifizieren. Darin befanden sich rund 400 Kilogramm Cannabis, die sichergestellt wurden. Anschließend wurde der Container – ohne die Drogen – unter Kontrolle bis zum Bestimmungsort nach Stettin in Polen transportiert.
Bei der Auslieferung am 6. Mai nahmen die Behörden vier Tatverdächtige in einer Lagerhalle fest. Unter ihnen befand sich auch einer der deutschen Beschuldigten.
Zwei Uniformierte, einer vom Zoll und einer der Grenzpolizei, prüfen den Inhalt eines geöffneten Containers auf einem Terminalgelände.
Die Ermittlungen erfolgten gemeinsam durch deutsche und polnische Behörden. (Bildquelle: Zollfahndungsamt Hannover)

Zweiter Container führt zu weiteren Festnahmen

Trotz dieses Ermittlungserfolgs setzte die Tätergruppierung ihre mutmaßlichen Schmuggelaktivitäten fort. Noch im Mai entdeckten die Ermittler einen weiteren Container im Hamburger Hafen. Dieser war mit rund 800 Kilogramm Cannabis beladen.
Nach der Sicherstellung der Drogen wurde auch dieser Container kontrolliert bis nach Posen transportiert. Bei der Übernahme am 15. Juni erfolgten vier weitere Festnahmen.
Drei Personen stehen vor einem rosa Container, auf dem Boden liegen zahlreiche in Plastik verpackte Pakete gestapelt.
Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift ermittelt weiter gegen die Hintermänner des Schmuggelnetzwerks. (Bildquelle: Zollfahndungsamt Hannover)

Zoll lobt internationale Zusammenarbeit

Dr. Tino Igelmann, Leiter des Zollkriminalamtes, bezeichnete die Sicherstellung von mehr als einer Tonne Cannabis mit einem Straßenverkaufswert von rund zwölf Millionen Euro als großen Erfolg. Der Fall zeige, wie wichtig die enge internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität sei.
Ziel sei es nicht nur, Rauschgift sicherzustellen, sondern auch die dahinterstehenden Tätergruppierungen zu zerschlagen und illegal erwirtschaftete Vermögenswerte abzuschöpfen.
Eine geöffnete Holzkiste zeigt mehrere schwarze, in Plastik verpackte Pakete. Die Verpackung ist teilweise mit Klebeband umwickelt. Umgebung deutet auf eine industrielle oder logistische Szene hin.
Zoll und Polizei stellten in den Ermittlungen mehr als 1,2 Tonnen Cannabis sicher. (Bildquelle: Zollfahndungsamt Hannover)

Ermittlungen dauern an

Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift Oldenburg führt die Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Verden weiter. Im Fokus stehen weitere Tatbeteiligte, Geldflüsse und die Hintergründe der Schmuggelaktivitäten.
Aus ermittlungstaktischen Gründen konnten die Behörden den Ermittlungserfolg erst jetzt veröffentlichen.
Quelle der Polizeinachricht: Staatsanwaltschaft Verden / Zollfahndungsamt Hannover / Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg

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