(Symbolbild) (Bildquelle: Alexas_Fotos (CC0))
Im Spreewald sind 48 Rinder von einer Weide verschwunden. Die Polizei geht von einem Diebstahl aus und prüft Zusammenhänge mit ähnlichen Fällen in Brandenburg.
Landwirt entdeckt fehlende Tiere
Am Freitagmorgen, 08.05.2026, gegen 06:15 Uhr meldete ein Landwirt aus Raddusch im Landkreis Oberspreewald-Lausitz einen Tierdiebstahl bei der Polizei.
Der Mann hatte seine Rinderherde impfen wollen und dabei festgestellt, dass insgesamt 48 Tiere von der Weide fehlten. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich bei den gestohlenen Tieren um Mutterkühe und Kälber im Alter zwischen sechs und zehn Monaten.
Der entstandene Schaden wird auf rund 75.000 Euro geschätzt.
Polizei geht von professionellem Vorgehen aus
Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen Diebstahls aufgenommen.
Nach Angaben der Polizei gibt es keine Hinweise darauf, dass die Tiere selbstständig ausgebrochen sein könnten. Eine Polizeisprecherin erklärte zudem, dass die Rinder möglicherweise bereits über einen längeren Zeitraum hinweg entwendet worden sein könnten.
Der betroffene Landwirt geht davon aus, dass die Täter professionell vorgegangen sein müssen. Gegenüber Medien erklärte er, es sei äußerst schwierig, eine so große Zahl an Tieren einzufangen und unbemerkt zu verladen.
Zusammenhang mit weiteren Fällen wird geprüft
Die Ermittler prüfen derzeit mögliche Zusammenhänge mit einem ähnlichen Fall im Elbe-Elster-Kreis. Dort waren Ende April in Uebigau-Wahrenbrück beziehungsweise Gräfendorf bereits rund 70 Rinder gestohlen worden.
Auch in diesem Fall sollen die Täter gezielt junge Tiere entwendet haben.
Nach Angaben eines Verantwortlichen der betroffenen Agrargenossenschaft seien die Täter offenbar gezielt und mit Ortskenntnis vorgegangen.
Polizei bittet um Hinweise
Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise zu verdächtigen Fahrzeugbewegungen, insbesondere von Viehtransportern oder Lastwagen in den Nachtstunden.
Die Ermittlungen dauern an.