Wanderer verschwindet spurlos – Das Rätsel um Alexander Bohnert
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Alexander Bohnert verließ am 3. April 2024 nach seiner Nachtschicht sein Zuhause zu einer Wanderung und kehrte nie zurück. Bis heute fehlt jede Spur. Der rätselhafte Vermisstenfall wird nun bei „Aktenzeichen XY… Vermisst“ erneut aufgegriffen.
Rätsel um Alexander Bohnert: Seit April 2024 verschwunden
Seit dem Morgen des 3. April 2024 fehlt von Alexander Bohnert aus Lichtenau-Muckenschopf im Landkreis Rastatt jede Spur. Der damals 51-Jährige verließ gegen 8 Uhr sein Zuhause in Wanderkleidung und ist seither nicht mehr aufgetaucht. Eine Überwachungskamera hielt fest, wie er das Grundstück zu Fuß in nördlicher Richtung verließ.
Was den Fall von Beginn an besonders rätselhaft machte: Alexander Bohnert nahm nach Angaben der Polizei weder Geld noch Ausweispapiere noch persönliche Gegenstände mit. Auch deshalb blieb sein Verschwinden von Anfang an offen für mehrere Deutungen – von einem Unglücksfall über eine Straftat bis hin zu einem Suizid oder einem freiwilligen Neuanfang.
Der Morgen des Verschwindens
Nach den bislang bekannten Informationen verlief der Morgen des 3. April 2024 zunächst völlig unspektakulär. Alexander Bohnert hatte nach einer Nachtschicht sein Haus verlassen, offenbar mit dem Ziel einer Wanderung oder eines Spaziergangs in der Umgebung. Die Aufnahmen der Überwachungskamera gelten als letzter gesicherter Nachweis seines Aufenthalts in seinem Heimatort.
Die Ermittler gehen davon aus, dass er das Haus gegen 8 Uhr zu Fuß verließ. Danach verliert sich seine Spur vollständig. Bis heute gibt es keine gesicherten Hinweise darauf, wohin Alexander Bohnert ging oder was anschließend mit ihm geschah.
Erste Ermittlungen und Suche
Das Polizeipräsidium Offenburg und das Kriminalkommissariat Rastatt nahmen unmittelbar nach seinem Verschwinden die Ermittlungen auf und veröffentlichten eine Vermisstenfahndung. Umfangreiche Suchmaßnahmen blieben jedoch ohne Erfolg. Bereits damals wiesen die Ermittler darauf hin, dass sich Alexander Bohnert möglicherweise in einer hilflosen Lage befinden könnte.
Auch in den Monaten und Jahren danach ergaben sich keine entscheidenden neuen Erkenntnisse. Bis heute gibt es weder einen bestätigten Aufenthaltsort noch belastbare Hinweise darauf, wohin sich der Vermisste begeben haben könnte. Ebenso fehlen konkrete Anhaltspunkte für ein mögliches Verbrechen oder ein nachvollziehbares Motiv.
Warum der Fall so rätselhaft bleibt
Mehrere Details machen das Verschwinden von Alexander Bohnert bis heute nur schwer erklärbar.
Nach Angaben aus seinem persönlichen Umfeld waren Spaziergänge oder kleinere Wanderungen nach einer Nachtschicht nichts Ungewöhnliches. Auch an jenem Morgen soll seine Ehefrau zunächst nichts Auffälliges bemerkt haben, bevor sie das Haus für einen privaten Termin verließ.
Besonders rätselhaft erscheint den Ermittlern, dass Alexander Bohnert ohne Bargeld, Ausweispapiere oder andere persönliche Gegenstände aufbrach. Dadurch bleibt bis heute offen, ob er überhaupt geplant hatte, länger unterwegs zu sein. Für die Kriminalpolizei kommen deshalb weiterhin mehrere Möglichkeiten infrage: ein Unglücksfall, eine Straftat, ein Suizid oder ein freiwilliges Verschwinden. Hinweise, die eines dieser Szenarien eindeutig stützen würden, liegen bislang jedoch nicht vor.
Familie lebt seit mehr als zwei Jahren in Ungewissheit
Für die Angehörigen bedeutet das spurlose Verschwinden seit mehr als zwei Jahren eine enorme psychische Belastung. Ehefrau und Sohn hoffen bis heute auf Hinweise oder zumindest auf Gewissheit darüber, was mit Alexander Bohnert geschehen ist.
Doch der Fall belastet die Familie nicht nur emotional. Da Alexander Bohnert rechtlich weiterhin als Eigentümer eines Grundstücks gilt, können geplante Bauvorhaben derzeit nicht umgesetzt werden. Nach derzeitiger Rechtslage dürfte die Familie voraussichtlich noch viele Jahre auf eine mögliche Todeserklärung warten müssen.
Öffentliche Fahndung und neue Hoffnung
Die Vermisstenfahndung der Polizei wurde mit Fotos veröffentlicht und auch von zahlreichen regionalen und überregionalen Medien aufgegriffen. Dadurch blieb der Fall über die vergangenen Jahre hinweg immer wieder in der Öffentlichkeit präsent.
Am 8. Juli 2026 wird Alexander Bohnerts Verschwinden nun auch in der ZDF-Sondersendung „Aktenzeichen XY… Vermisst“ vorgestellt. Die Ermittler hoffen, durch die bundesweite Ausstrahlung neue Zeugen zu erreichen und Hinweise zu erhalten, die den Fall möglicherweise doch noch aufklären können.
Personenbeschreibung
Zum Zeitpunkt seines Verschwindens wurde Alexander Bohnert wie folgt beschrieben:- männlich
- 51 Jahre alt
- etwa 1,80 Meter groß
- stämmige Figur
- kurze blonde Haare
- blaue Augen
- eine schwarze Softshellhose
- eine grau-schwarze Softshelljacke
- schwarze Wanderschuhe
- einen Rucksack
Zeugen gesucht
Die Kriminalpolizei Rastatt bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung.
Gesucht werden insbesondere Personen,
- die Alexander Bohnert am 3. April 2024 oder danach gesehen haben,
- die Angaben zu seinem möglichen Aufenthaltsort machen können,
- oder sonstige sachdienliche Hinweise zu seinem Verschwinden haben.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Rastatt sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Ein Fall ohne Antworten
Auch mehr als zwei Jahre nach seinem Verschwinden bleibt das Schicksal von Alexander Bohnert ungeklärt. Bis heute gibt es keine bestätigte Spur, die Aufschluss darüber gibt, was nach dem Verlassen seines Hauses am Morgen des 3. April 2024 geschah.
Genau deshalb setzt die Kriminalpolizei Rastatt nun erneut auf die Öffentlichkeit. Mit der Ausstrahlung bei „Aktenzeichen XY… Vermisst“ verbinden die Ermittler die Hoffnung, dass sich doch noch Zeugen melden oder ein bislang unbekannter Hinweis entscheidend zur Aufklärung des rätselhaften Vermisstenfalls beitragen kann.