Warstein – 21-Jährige bei Bungee-Sprung tödlich verletzt
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Bei einem Bungee-Sprung von einer selbst gebauten Anlage ist am Samstag eine 21-jährige Frau aus Sachsen-Anhalt in einem ehemaligen Steinbruch in Warstein tödlich verunglückt. Die junge Frau prallte gegen eine Felswand und erlag noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen.
Am Samstagnachmittag, 10. Oktober 2026, ist eine 21-jährige Frau aus Aschersleben in Sachsen-Anhalt bei einem Bungee-Sprung in einem ehemaligen Steinbruch in Warstein im Kreis Soest ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich gegen 17:15 Uhr im Klettergebiet Hillenberg.
Die junge Frau war gemeinsam mit fünf weiteren Personen im Alter zwischen 19 und 34 Jahren zu einem Kletterausflug nach Warstein gekommen. Zwei Begleiter stammten aus Paderborn, einer aus Siegen, einer aus Bad Lippspringe und eine weitere Frau aus Düsseldorf.
Die Gruppe kannte sich nach eigenen Angaben nur flüchtig und unternahm gelegentlich gemeinsame Kletterausflüge. An diesem Tag wollten die Beteiligten jedoch nicht ausschließlich klettern, sondern auch Bungee-Sprünge durchführen.
Dafür hatten sie offenbar eine eigene Sprungvorrichtung aufgebaut. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um eine sogenannte Highline, eine zwischen zwei Felskanten gespannte Seilkonstruktion. An dieser war ein Bungeeseil befestigt, mit dem die Beteiligten von einer Felswand springen wollten.
21-Jährige prallt bei Sprung gegen Felswand
Ein erster Sprung eines 34-jährigen Mannes aus Siegen verlief nach bisherigen Erkenntnissen erfolgreich. Anschließend wagte die 21-Jährige einen Sprung.
Dabei prallte die junge Frau aus bislang ungeklärter Ursache gegen eine Felswand und erlitt lebensgefährliche Verletzungen.
Alarmierte Rettungskräfte versuchten, die 21-Jährige wiederzubeleben. Auch ein Rettungshubschrauber wurde angefordert. Trotz der eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen starb die Frau noch am Unglücksort.
Die Begleitpersonen blieben körperlich unverletzt. Sie wurden nach dem tödlichen Unfall von Notfallseelsorgern betreut.
Die Polizei hatte zunächst mitgeteilt, dass die 21-Jährige beim Klettern etwa 15 Meter in die Tiefe gestürzt sei. Diese Darstellung wurde später korrigiert.
Polizeisprecher Daniel Großert erklärte gegenüber dem WDR, dass die Frau nicht abgestürzt, sondern bei dem Bungee-Sprung gegen eine Felswand geprallt sei.
Auch die ursprünglichen Angaben zum Klettergebiet wurden berichtigt. Bei dem Unglücksort handelt es sich um einen stillgelegten Steinbruch, in dem das Klettern grundsätzlich erlaubt ist. Dort befinden sich auch ausgewiesene Kletterrouten des Deutschen Alpenvereins.
Die genaue Ursache des tödlichen Unfalls ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es laut Polizei keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.
Ob technische Mängel an der selbst aufgebauten Konstruktion oder andere Umstände zu dem tödlichen Aufprall führten, ist bislang nicht geklärt.
Quelle der Polizeinachricht: Kreispolizeibehörde Soest / Redaktion