Weiding – Zoll entdeckt zahlreiche Drogen bei Zugkontrolle
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Polizeihund Cessy half bei der Entdeckung von Drogen in einem Zug von Prag nach München. (Bildquelle: Hauptzollamt Regensburg)
Bei einer Zugkontrolle bei Weiding (BY) haben Zollbeamte am 04.05.2026 zahlreiche Drogen bei einem Reisenden entdeckt. Ein Spürhund führte die Einsatzkräfte zu dem Gepäck. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) Furth im Wald des Hauptzollamts Regensburg haben vor Kurzem bei einer Zugkontrolle am 04.05.2026 in einem Reisezug von Prag nach München zahlreiche Drogen bei einem Reisenden sichergestellt.
Die Kontrolle fand auf Höhe Weiding statt. Im Rahmen der Überprüfung kontrollierten die Einsatzkräfte unter anderem einen deutschen Staatsangehörigen, der angab, bereits seit mehreren Wochen unterwegs zu sein. Ziel seiner Reise sei der Besuch einer Bekannten in München.

Polizeihund Jessy ist ein ausgebildeter Drogenspürhund mit viel Erfahrung. (Bildquelle: Hauptzollamt Regensburg)
Auf die Frage nach anmeldepflichtigen Waren oder verbotenen Gegenständen wie Waffen oder Drogen verneinte der Mann jeglichen Besitz.
Zur Überprüfung des mitgeführten Gepäcks kam Rauschgiftspürhund "Cessy" zum Einsatz. Der Hund schlug bei der Reisetasche des Fahrgasts an und wies so auf mögliche Drogen hin.
Bei der anschließenden Durchsuchung entdeckten die Zöllner insgesamt 92,8 Gramm Haschisch, 32,9 Gramm Marihuana, 3,1 Gramm Kokain, 0,9 Gramm Amphetamin, 0,3 Gramm Ketamin, zwei Tilidin-Tabletten, einen Papierträger mit LSD sowie eine Vape mit unbekanntem Wirkstoff. Die Drogen waren in Druckverschlusstüten, Stoffkapseln, Papierbriefchen und Dosen verpackt. Zusätzlich fanden die Einsatzkräfte eine Feinwaage.

Der Mann hatte diverse Drogen und eine Waage bei sich. (Bildquelle: Hauptzollamt Regensburg)
"Bei diesen Briefchen handelte es sich nicht um Liebesbriefe", erklärt Nadine Striegel, Pressesprecherin des Hauptzollamts Regensburg, mit Blick auf die auffällig verpackten Drogen. "Die Vielzahl und Art der aufgefundenen Drogen sowie die mitgeführte Feinwaage lassen auf mehr als nur Eigenbedarf schließen."
Sämtliche Drogen sowie die Feinwaage wurden sichergestellt. Gegen den Reisenden wurde ein Strafverfahren wegen Bannbruchs in Verbindung mit dem Betäubungsmittelgesetz, dem Konsumcannabisgesetz sowie dem Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz eingeleitet.
Die weiteren Ermittlungen übernahm das Zollfahndungsamt München im Auftrag der zuständigen Staatsanwaltschaft Regensburg.
Quelle der Polizeinachricht: Hauptzollamt Regensburg