Header Logo

Polizei

ticker

Baden Wuerttemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein Westfalen
Rheinland Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen Anhalt
Schleswig Holstein
Thueringen

Weimar – Explosion zerstört Gebäude – Ein Mann wird vermisst

Redaktion Polizeiticker Deutschland

Nächster ❯

Ein Bagger und mehrere Feuerwehrleute arbeiten nachts an einer rauchenden Trümmerstelle. Sie räumen Schutt weg.
Einsatzkräfte suchen in den Trümmern weiterhin nach einer vermissten männlichen Person. (Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr Weimar- Niedergrunstedt)

Nach zwei mutmaßlich vorsätzlich herbeigeführten Explosionen in Weimar-Lützendorf sind zwei Gebäude vollständig zerstört. Ein Mann wird weiterhin vermisst, während THW, Feuerwehr und Polizei die Trümmer durchsuchen. Bei den Arbeiten wurden mehrere Gasflaschen gefunden.

Nachbarn hören zwei Detonationen

Am Sonntag, 13. September 2026, kam es gegen 11.06 Uhr auf einem abgelegenen Grundstück in der Weimarer Ortslage Lützendorf zu Explosionen und einem anschließenden Großbrand.
Nach Zeugenberichten hatten Anwohner gegen 11 Uhr zwei Detonationen gehört. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits Flammen und Rauchsäulen zu sehen.
Polizei und Feuerwehr trafen gegen 11.09 Uhr am Einsatzort ein und begannen unmittelbar mit den Löscharbeiten.
Zwei Feuerwehrleute in Schutzkleidung löschen nachts ein Feuer in einem Gebiet mit Ziegeltrümmern und heruntergebrannten Holzresten. Ein Fahrzeug des Technischen Hilfswerks ist auch vor Ort.
Zwei Detonationen haben in Weimar-Lützendorf zwei Gebäude vollständig zerstört. (Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr Weimar- Niedergrunstedt)

Zwei Gebäude vollständig zerstört

Nach dem aktuellen Erkenntnisstand ereigneten sich zwei Detonationen, durch die zwei Gebäude unabhängig voneinander vollständig zerstört wurden.
Bei den Gebäuden handelt es sich um das Einfamilienhaus sowie ein davon entfernt stehendes Nebengebäude mit Werkstatt und Stallungen. Beide Gebäude wurden demnach bis auf die Grundmauern zerstört.
Aufgrund der Entfernung zwischen den Gebäuden gehen die Ermittler davon aus, dass das Feuer nicht von einem Gebäude auf das andere übergegriffen ist und zwei separate Brandherde vorlagen.
Der entstandene Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen im Millionenbereich.
Drei Feuerwehrleute in Schutzkleidung stehen vor Trümmern, während ein Bagger bei Nacht ein Gebäude löscht.
Das Technische Hilfswerk trägt die Trümmer der zerstörten Gebäude mit schwerem Gerät ab. (Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr Weimar- Niedergrunstedt)

61-jähriger Hausbesitzer wird vermisst

Seit den Explosionen wird eine männliche Person vermisst. Nach ersten Informationen handelt es sich um den 61 Jahre alten Eigentümer des Hauses, der als Notarzt tätig ist.
Der Mann soll noch am Samstag im Dienst gewesen und zeitweise als Notarzt an Bord eines Rettungshubschraubers eingesetzt worden sein.
Seine Ehefrau, mit der er zusammenlebte, befand sich zum Zeitpunkt der Explosionen im Urlaub. Sie sei am Sonntag erreichbar gewesen, bis zum Abend jedoch noch nicht nach Weimar zurückgekehrt.
Ob sich der Vermisste unter den Trümmern befindet oder das Grundstück verlassen hat, ist bislang nicht geklärt.
Ein rotes Feuerwehrfahrzeug steht im Dunkeln mit geöffnetem Heck. Ein Feuerwehrschlauch ist ausgerollt, und Bäume sind beleuchtet.
Bei den Beräumungs- und Ermittlungsarbeiten wurden mehrere Gasflaschen gefunden. (Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr Weimar- Niedergrunstedt)

Polizei geht von vorsätzlich ausgelösten Explosionen aus

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass die Explosionen vorsätzlich unter Zuhilfenahme von Gasflaschen herbeigeführt wurden.
Spezialkräfte der Kriminalpolizei untersuchen die genauen Umstände und Hintergründe.
Die Ermittler prüfen dabei auch, ob der vermisste Hausbesitzer die Explosionen selbst ausgelöst haben könnte. Ebenso wird demnach die Möglichkeit geprüft, dass der Mann das Grundstück verlassen hat beziehungsweise geflohen sein könnte.
Eine abschließende Bewertung hierzu liegt bislang nicht vor.
Ein Feuerwehrfahrzeug mit der Aufschrift 'Feuerwehr Weimar' steht am Straßenrand, während Feuerwehrmänner auf einer Drehleiter Wasser auf einen brennenden Baum sprühen.
Die Feuerwehr Weimar ist im Einsatz, um die Brände nach der Explosion in Lützendorf zu löschen. (Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr Weimar- Niedergrunstedt)

Mehrere Gasflaschen in den Trümmern gefunden

Die Beräumungsarbeiten und kriminaltechnischen Untersuchungen wurden während der gesamten Nacht zum Montag fortgesetzt.
Dabei fanden die Einsatzkräfte mehrere Gasflaschen in den Trümmern. Der Fund ist Teil der laufenden Ermittlungen zu den mutmaßlich vorsätzlich herbeigeführten Explosionen.
Kräfte des Technischen Hilfswerks, der Berufsfeuerwehr und der Polizei waren während der Nacht durchgehend am Ereignisort.
Mehrere Feuerwehrwagen stehen auf einer Landstraße, Schläuche sind ausgerollt und führen zu einem Gebäude neben der Straße.
Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die Explosionen vorsätzlich herbeigeführt wurden. (Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr Weimar- Niedergrunstedt)

Zwei Bagger durchsuchen Trümmer

Für die Beräumung des zerstörten Gebäudes kamen unter anderem zwei Bagger zum Einsatz.
Bis Montagmorgen um 9 Uhr hatte das Technische Hilfswerk rund 60 Prozent des Schutts abgetragen.
Ob sich die weiterhin vermisste männliche Person unter den noch nicht beseitigten Trümmern befindet, konnte zu diesem Zeitpunkt nicht abschließend festgestellt werden.
Die Suche und die Arbeiten am Ereignisort dauern an.
Ein Rettungswagen und ein Baufahrzeug stehen auf einer ländlichen Straße bei nebligem Wetter. Im Hintergrund sind weitere Einsatzfahrzeuge sichtbar.
Das THW war mit schwerem Gerät zur Trümmerbeseitigung im Einsatz. (Bildquelle: THW OV Apolda)

Bundesstraße 7 zeitweise gesperrt

Die unmittelbar am Grundstück verlaufende Bundesstraße 7 war aufgrund des Einsatzes bis Sonntagnachmittag gesperrt. Anschließend konnte die Sperrung aufgehoben werden.
Wegen der Rauchentwicklung wurden Anwohner aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Das betroffene Gebiet im Norden Weimars sollte gemieden werden.

Knapp 50 Polizeikräfte im Einsatz

Am Sonntag waren knapp 50 Einsatzkräfte der Landespolizeiinspektion Jena und der Bereitschaftspolizei sowie weitere Unterstützungskräfte der Landespolizei und des Landeskriminalamts im Einsatz.
Hinzu kamen Kräfte des Technischen Hilfswerks und der Feuerwehr der Stadt Weimar.
Einsatzführende Polizeidienststelle ist die Polizeiinspektion Weimar.
Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen zu den Explosionen sowie die Suche nach dem vermissten Mann dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Landespolizeiinspektion Jena / Redaktion

Kategorien:

Thüringen
Feuerwehr

Nächster ❯