Am Samstagvormittag, 28.03.2026, brannte in Werne-Ehringhausen (NW) ein Stall vollständig aus. Rund 100 Ferkel starben, zahlreiche Einsatzkräfte waren im Einsatz. Ein Übergreifen auf weitere Gebäude konnte verhindert werden.
Großbrand am Vormittag
Am Samstagmorgen, 28.03.2026, wurden um 10:54 Uhr alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr
Werne mit dem Alarmstichwort "F3 Landwirtschaft - brennt Stall" zur Südkirchener Straße im Ortsteil Ehringhausen alarmiert.
Bereits auf der Anfahrt deutete eine weithin sichtbare Rauchentwicklung auf ein ausgedehntes Schadensereignis hin.
Der zuerst eintreffende Einsatzleiter und stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Sven Schubert, bestätigte die gemeldete Lage unmittelbar nach dem Eintreffen: Ein Stallgebäude stand in
Vollbrand. Dichter, schwarzer Rauch sowie Flammen schlugen bereits aus sämtlichen Toren und Fenstern.
Eine massive Feuerwand entsteht durch brennenden Diesel. (Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr Werne)
Gefährliche Lage mit Feuerwand
Umgehend wurde ein umfassender Löschangriff eingeleitet. Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen mit C-Rohren zur
Brandbekämpfung vor. Parallel lag der Fokus auf dem Schutz eines unmittelbar angrenzenden Wohngebäudes, um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Einsatzkräfte schützen das Wohnhaus. (Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr Werne)
Während der Aufbauarbeiten kam es zu einer zusätzlichen Gefahrenlage: Aus einem Tank innerhalb des brennenden Stalls trat Diesel aus, der sich unmittelbar entzündete. In der Folge bildete sich eine massive Feuerwand. Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen der Einsatzkräfte konnte jedoch eine weitere Brandausbreitung verhindert werden.
Insbesondere ein mit Heuballen beladener Anhänger sowie eine angrenzende Scheune konnten erfolgreich geschützt werden. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurde eine umfangreiche Löschwasserförderung von der Südkirchener Straße aufgebaut.
Das Stallgebäude stand beim Eintreffen der Feuerwehr bereits in Vollbrand. (Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr Werne)
Viele Tiere gestorben
Trotz des schnellen Einsatzes konnten aufgrund der starken Rauchentwicklung rund 100 Ferkel nicht mehr gerettet werden. Etwa 50 weitere
Schweine in einem benachbarten Stall wurden durch gezielte Lüftungsmaßnahmen versorgt und vor gesundheitlichen Schäden geschützt.
Mehrere Trupps gehen unter Atemschutz zur Brandbekämpfung vor. (Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr Werne)
Großeinsatz der Feuerwehr
Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte an dem Einsatz beteiligt. Neben der
Freiwillige Feuerwehr Werne unterstützten die Einheit Oberaden der Freiwillige Feuerwehr Bergkamen, die Einheit Mitte der Feuerwehr Lünen sowie der Abrollbehälter Atemschutz des Kreis Unna die Maßnahmen vor Ort.
Bei dem Großeinsatz waren mehr als 100 Kräfte vor Ort. (Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr Werne)
Ebenfalls im Einsatz waren der Rettungsdienst, die Polizei, die Untere Wasserbehörde, das Veterinäramt und das Ordnungsamt.
Dank des koordinierten und zügigen Vorgehens aller eingesetzten Kräfte konnte ein Übergreifen des Feuers auf weitere Gebäude verhindert und der Sachschaden begrenzt werden.
Die Ermittlungen zur Brandursache wurden durch die Polizei aufgenommen.
Quelle der Polizeinachricht: Freiwillige Feuerwehr Werne