Wiesenburg – Stalldach stürzt wegen Schneelast auf Kühe
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Am Sonntagnachmittag, 11.01.2026, stürzte im Wiesenburger Ortsteil Grubo (BB) das Dach eines Kuhstalls unter Schneelast ein. Rund 250 Tiere befanden sich in der Halle, etwa 20 wurden zunächst eingeschlossen. Feuerwehr und THW retteten die Kühe in einem stundenlangen Einsatz bei bis zu –17 Grad .
Am 11.01.2026 gegen 16:40 Uhr wurden Feuerwehrkräfte mit der Drehleiter in den Wiesenburger Ortsteil Grubo alarmiert.
Dort war das Dach einer rund 70 x 25 Meter großen landwirtschaftlichen Halle aus bislang ungeklärter Ursache, mutmaßlich infolge hoher Schneelast, eingestürzt. In dem Gebäude befanden sich Stallungen mit rund 250 Kühen.
Bei Eintreffen der Einsatzkräfte konnten bereits zahlreiche Tiere durch Mitarbeiter und weitere Feuerwehren aus dem Gebäude gebracht werden. Etwa 20 bis 25 Kühe waren noch von Trümmern eingeschlossen.
Die Drehleiter wurde am Giebel der Halle in Stellung gebracht, um das Schadensausmaß zu erkunden. Zusätzlich befanden sich Photovoltaikanlagen auf dem Hallendach, was die Lage weiter erschwerte.
Auf Anforderung der Feuerwehr Wiesenburg / Mark wurden der Zugtrupp, die Fachgruppe Notversorgung / Notinstandsetzung sowie die Bergungsgruppe des THW-Ortsverbandes Bad Belzig mit insgesamt 20 Helfenden alarmiert.
Zu den Aufgaben des THW gehörten das Ausleuchten der Einsatzstelle mit Lichtmast und Stativleuchten, das Abschalten der Photovoltaikanlagen sowie das Trennen der Wechselrichter von der Anlage und die schrittweise Öffnung des eingestürzten Stalls zur Rettung der eingeschlossenen Kühe.
Zur weiteren Unterstützung kam die Fachgruppe Räumen aus Brandenburg an der Havel mit einem Radlader. Dieses Großräumgerät konnte jedoch nicht eingesetzt werden, da der Stall unterkellert ist und die Statik ein Befahren nicht zuließ.
Die Helfenden des THW Bad Belzig arbeiteten sich daher mit hydraulischem Rettungsgerät, Kettensägen und viel Handarbeit Schritt für Schritt zu den verbliebenen Tieren vor.
Ein Baufachberater des THW-Ortsverbandes Luckenwalde unterstützte die Einsatzleitung fortlaufend bei der Beurteilung der Lage. Da Einsätze mit Tieren emotional belastend sein können, wurde auch das Einsatznachsorgeteam des THW hinzugezogen.
Die Rettungsarbeiten gestalteten sich besonders schwierig durch eisige Temperaturen bis minus 17 Grad sowie Glätte. Löschwasser in Fahrzeugtanks war teilweise eingefroren und musste vorsorglich abgelassen werden.
Mehrere Netzersatzanlagen sorgten für eine ausreichende Ausleuchtung der Einsatzstelle, zudem wurde die Hauptstraße gesperrt, um ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen. THW-Kräfte aus Herzberg und Luckenwalde lösten die Einsatzmannschaften in der Nacht ab.
In den frühen Morgenstunden kam die erlösende Nachricht: Alle 13 Kühe, die sich zuletzt noch im eingestürzten Stall befanden, konnten erfolgreich und lebend gerettet werden. Die Tiere waren wohlauf und wiesen lediglich kleinere Blessuren auf.