Wilhelmshaven – Großrazzia gegen organisierten Drogenhandel
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Bei einer groß angelegten Razzia in Wilhelmshaven und Friesland hat die Polizei 14 Objekte durchsucht. Dabei wurden unter anderem Cannabis, Waffen und Bargeld sichergestellt. Gegen zehn Personen wird ermittelt.
Mit einer groß angelegten Durchsuchungsaktion ist die Polizei am Mittwoch, 28. Oktober 2026, in Wilhelmshaven und im Landkreis Friesland gegen den mutmaßlich organisierten Drogenhandel vorgegangen.
Insgesamt 14 Objekte in Varel, Schortens und Wilhelmshaven wurden durchsucht. Dabei stellten die Einsatzkräfte zahlreiche Beweismittel sicher. Zwei Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen.
Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren gegen zehn Beschuldigte wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.
Ermittlungen laufen seit Anfang des Jahres
Das Verfahren wird seit Anfang 2026 beim Polizeikommissariat Varel unter Leitung der Staatsanwaltschaft Osnabrück geführt.
In den vergangenen Monaten sammelten die Ermittler durch intensive, teilweise verdeckte Maßnahmen Erkenntnisse, die den Tatverdacht gegen die zehn Beschuldigten erhärteten.
Nach bisherigen Erkenntnissen werden einzelne Tatverdächtige dem Rockermilieu oder familiär verbundenen kriminellen Strukturen zugeordnet.
Am frühen Mittwochmorgen setzte die Polizei ihre Ermittlungen mit umfangreichen Durchsuchungen fort.
Wohnungen und Gewerbebetriebe durchsucht
Die Einsatzkräfte durchsuchten elf Objekte in Varel, ein Objekt in Schortens und zwei Objekte in Wilhelmshaven.
Neben Privatwohnungen standen auch gewerblich genutzte Räumlichkeiten im Mittelpunkt der Maßnahmen.
Dazu gehörten ein Kiosk, eine Shishabar und ein Betrieb zur Fahrzeugaufbereitung.
An dem Einsatz waren zahlreiche Beamte der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland beteiligt. Unterstützung erhielten sie von der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen und der Polizeidirektion Oldenburg.
Cannabis im Kilogrammbereich und mehrere Waffen sichergestellt
Bei den Durchsuchungen entdeckten die Ermittler zahlreiche Gegenstände, die als Beweismittel sichergestellt wurden.
Dazu gehörten:
- Cannabisprodukte im Kilogrammbereich
- Mehrere Schreckschuss-, Reizgas- und CO₂-Waffen sowie Anscheinswaffen und Munition
- Ein verbotenes Butterflymesser
- Zahlreiche Mobiltelefone, Datenträger und ein Computer
- Mehrere hochwertige Smartwatches
- Unverzollte E-Zigaretten
- Bargeld im unteren vierstelligen Eurobereich
Die sichergestellten Gegenstände werden nun im Rahmen der weiteren Ermittlungen untersucht. Insbesondere die Auswertung der Mobiltelefone und elektronischen Datenträger steht noch aus.
Zwei Tatverdächtige vorläufig festgenommen
Während des Einsatzes nahm die Polizei zwei Beschuldigte vorläufig fest.
Beide Personen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.
Fünf weitere Beschuldigte mussten sich einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen.
Polizei spricht von wichtigem Ermittlungserfolg
Polizeiführer Franz Polifke bewertete die Durchsuchungen als wichtigen Schritt in dem seit Monaten laufenden Verfahren.
Die Maßnahmen seien das Ergebnis intensiver Ermittlungsarbeit. Mit den umfangreichen Durchsuchungen und Sicherstellungen habe die Polizei wichtige Fortschritte erzielt.
Polifke dankte den beteiligten Einsatzkräften sowie den unterstützenden Polizeidienststellen für die Zusammenarbeit.
Die Ermittlungen gegen die zehn Beschuldigten dauern an.