Windrad bei Bedburg beschädigt – A44 wegen Gefahr voll gesperrt
Windrad bei Bedburg beschädigt – A44 wegen Gefahr voll gesperrt
07.01.2026 | 15:13
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Der abgebrochene Flügel hängt noch am seidenen Faden und stellt eine große Gefahr dar. (Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr Bedburg)
In Bedburg ist an einem Windrad ein Rotorblatt abgebrochen und hängt in großer Höhe fest. Wegen der akuten Gefahr wurde ein großräumiger Sperrbereich eingerichtet, auch die A44 ist betroffen. Die Feuerwehr ist im Einsatz.
In Bedburg (Rhein-Erft-Kreis) ist es an einem Windrad nahe der Bundesautobahn 44 zu einer gefährlichen Schadenslage gekommen. An einer Windenergieanlage ist ein Rotorblatt abgebrochen und hängt weiterhin in großer Höhe an der Nabe, sodass eine akute Absturzgefahr besteht.
Der Führungsdienst der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bedburg sowie Polizei und weitere Einsatzkräfte befinden sich seit dem Vormittag im Einsatz. Die A44 ist seit etwa 10:30 Uhr im Bereich zwischen dem Autobahndreieck Jackerath und dem Autobahnkreuz Holz aus Sicherheitsgründen voll gesperrt.
Rotorblatt hängt in rund 160 bis 165 Metern Höhe
Nach bisherigen Erkenntnissen befindet sich das beschädigte Rotorblatt noch teilweise an der Nabe der Anlage, die sich in einer Höhe von rund 160 bis 165 Metern befindet.
Aufgrund der aktuellen Windverhältnisse kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich Teile lösen oder das gesamte Rotorblatt unkontrolliert abstürzt.
Die Einsatzkräfte haben deshalb einen Sicherheitsradius von 400 Metern eingerichtet. Innerhalb dieses Gefahrenbereichs liegt auch die Autobahn 44, was die vollständige Sperrung erforderlich machte.
Windpark Bedburg A44n betroffen
Bei der betroffenen Anlage handelt es sich um ein Windrad des Windparks Bedburg A44n, der aus insgesamt fünf Windenergieanlagen besteht. Der Windpark befindet sich auf rekultivierten Flächen des früheren Tagebaus Garzweiler und liegt in unmittelbarer Nähe der Autobahn.
Die beschädigte Anlage ist ein neues Windrad, das vom Hersteller Nordex errichtet wurde. Nach Angaben des Betreibers RWE war die Anlage bereits in Betrieb und speiste Strom ins Netz ein, die formale Endabnahme durch RWE war jedoch noch nicht erfolgt.
Die Turbine ist vom Typ N149/5X und verfügt über eine Nabenhöhe von rund 164 Metern sowie eine Leistung von 5,7 Megawatt.
Ursache unklar – keine Hinweise auf Sabotage
Zur Ursache des Schadens liegen derzeit keine gesicherten Erkenntnisse vor. Sowohl Betreiber als auch Hersteller haben Untersuchungen aufgenommen. Hinweise auf einen Sabotageakt liegen nach Angaben der Polizei derzeit nicht vor.
Nach Angaben der Feuerwehr wird aktuell geprüft, ob das Windrad möglicherweise ferngesteuert bewegt werden kann, um das beschädigte Rotorblatt kontrolliert zu lösen. Alternativ warten die Einsatzkräfte darauf, dass sich das Rotorblatt von selbst löst. Die Lage wird fortlaufend neu bewertet.
Sperrung auf unbestimmte Zeit
Wie lange die Sperrung der A44 aufrechterhalten werden muss, ist derzeit nicht absehbar. Die Verkehrsableitung erfolgt durch Polizei und Autobahnmeisterei. Bereits jetzt kommt es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Rückstaus im Berufsverkehr.
Die Einsatzkräfte bitten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, den Bereich weiträumig zu umfahren und aktuelle Verkehrshinweise zu beachten.
Quelle der Polizeinachricht: Freiwillige Feuerwehr Bedburg