Nordrhein-Westfalen

Witten - Bundespolizei evakuiert 120 Reisende

ICE kollidiert mit abgerissener Oberleitung in Witten
ICE kollidiert mit abgerissener Oberleitung in Witten (Bildquelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin)

Am Samstag (01. Mai) löste sich auf einer Zugstrecke bei Witten ein Teil der stromführenden Oberleitung. Der herannahende ICE 927 von Hamburg-Altona nach Passau kollidierte mit dem herunterhängenden Teil der Oberleitung.

Gegen 14:45 Uhr wurde die Bundespolizei am Bochumer Hauptbahnhof über einen Bahnbetriebsunfall an der Bochumer Straße in Witten informiert. Vor Ort stellten Einsatzkräfte fest, dass der ICE 927 mit dem Triebkopf, gegen ein stromführendes und herunterhängendes Teil der Oberleitung gefahren ist.

Zu diesem Zeitpunkt fuhr der ICE mit einer Geschwindigkeit von ca. 130 km/h. Der Triebfahrzeugführer leitete umgehend eine Schnellbremsung ein. Aufgrund des Unfalls, konnte der ICE seinen Reiseweg nicht weiter fortsetzen.

Reisende wurden nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt.

Durch den Notfallmanager der Deutschen Bahn wurde ein Evakuierungszug angefordert. Der ICE 2936 befuhr das Nachbargleis, so dass mit Hilfe einer Evakuierungshilfe, die Reisende den ICE 2936 zum Zwecke der Weiterreise erreichen konnten.

Nach ersten Ermittlungen kann ein Bruch eines Auslegers die Ursache für den Unfall sein. Mutmaßlich verursachte ein Vogelflug einen Kurzschluss, so dass ein Lichtbogen entstand, der den Ausleger beschädigte.

Die Bahnstrecke musste für mehrere Stunden gesperrt werden, so dass es zu erheblichen Verspätungen für nachfolgende Züge kam.