Ein Nachbarschaftsstreit in Wuppertal hat umfangreiche Ermittlungen ausgelöst. Bei mehreren Durchsuchungen entdeckte die Polizei zahlreiche Waffen, Munition sowie eine große Cannabis-Plantage mit rund 1.500 Pflanzenzöglingen. Gegen einen 47-Jährigen wird ermittelt.
Nachbarschaftsstreit führt zu umfangreichen Waffen- und Drogenfunden
Ein eskalierter Nachbarschaftsstreit in Wuppertal-Beyenburg hat umfangreiche Ermittlungen der Polizei ausgelöst.
Bedrohung mit Waffe nach Streit im Keller
Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Vorfall am 21. Juli 2026 gegen 12:25 Uhr in Wuppertal-Beyenburg.
Nach Angaben der Polizei waren einem Streit zwischen Nachbarn bereits mehrere Auseinandersetzungen vorausgegangen. Als ein 47-jähriger Mann, dessen 77-jähriger Vater und ein 43-jähriger Nachbar im gemeinsamen Keller aufeinandertrafen, kam es zunächst zu einer körperlichen Auseinandersetzung.
Im weiteren Verlauf soll der 47-Jährige seinen Nachbarn mit einer Waffe bedroht haben.
Erstes Waffenarsenal auf Dachboden entdeckt
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das zuständige Amtsgericht einen Durchsuchungsbeschluss für das Wohnhaus des Tatverdächtigen.
Bei der ersten Durchsuchung fanden die Beamten auf dem Dachboden Waffen in niedriger zweistelliger Anzahl, mehrere Messer sowie zwei Armbrüste. Sämtliche Gegenstände wurden sichergestellt.
Im Zuge der Ermittlungen stellte sich außerdem heraus, dass gegen den 47-Jährigen bereits ein behördliches Waffenverbot besteht.
Weitere Durchsuchung bringt neue Funde ans Licht
Neue Erkenntnisse aus den laufenden Ermittlungen führten zu einem weiteren richterlichen Durchsuchungsbeschluss, der am 24. Juli 2026 vollstreckt wurde.
Dabei stellten die Einsatzkräfte erneut zahlreiche Gegenstände sicher. Dazu gehörten:
- mehrere Messer
- Munition
- eine Airsoft-Maschinenpistole
- eine PTB-Selbstschussanlage
Rund 1.500 Cannabis-Pflanzenzöglinge sichergestellt
Neben den Waffen stießen die Ermittler auf eine umfangreiche Cannabis-Aufzucht.
In den Räumlichkeiten fanden sie:
- Cannabis-Pflanzen in verschiedenen Entwicklungsstadien
- rund 1.500 Cannabis-Pflanzenzöglinge
- verpackte Marihuana-Blüten in nicht geringer Menge
- umfangreiches Equipment für die Aufzucht und den mutmaßlichen Handel mit Cannabis
Nach Angaben der Polizei deuten die Funde auf einen professionellen Betrieb hin.
Ermittlungen dauern an
Gegen den 47-jährigen Beschuldigten wird wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an.
Quelle der Polizeimeldung: Polizei Wuppertal