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Zeugenaufruf Hamburg – Versuchtes Tötungsdelikt mit Schusswaffe

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Das Bild zeigt eine Überwachungskameraaufnahme eines leeren Cafés bei Nacht. Im Hintergrund ist ein Auto auf der Straße zu sehen.
Eine Überwachungskamera zeigt den Bereich eines Tattoostudios in Hamburg-Hohenfelde. Dort wurden am 1. Juni 2025 Schüsse abgegeben. (Bildquelle: Polizei Hamburg)

Nach Schüssen auf einen 41-Jährigen in Hamburg-Farmsen-Berne vermutet die Polizei einen Zusammenhang mit Schüssen auf zwei Geschäfte in Hohenfelde. Neue Bilder eines dunklen BMW sollen bei der Aufklärung helfen. Die Polizei sucht erneut Zeugen.

Nach einem versuchten Tötungsdelikt im Hamburger Stadtteil Farmsen-Berne im Juni 2025 sucht die Polizei Hamburg erneut Zeugen.
Die Ermittler gehen inzwischen von einem Zusammenhang mit einer weiteren Schussabgabe aus, bei der wenige Tage zuvor ein Tattoostudio und ein Massagesalon im Stadtteil Hohenfelde beschädigt worden waren.
Die Polizei hat dazu neue Bilder eines verdächtigen Fahrzeugs veröffentlicht. Bereits im März 2026 waren Aufnahmen eines silbernen Mercedes Viano veröffentlicht worden, der mutmaßlich bei dem versuchten Tötungsdelikt genutzt wurde.
Ein silberner Van fährt schnell auf einer Straße vorbei, neben einer Mülltonne und Gebüsch, die den Vordergrund bilden.
Dieser silberne Mercedes Viano soll im Zusammenhang mit dem versuchten Tötungsdelikt in Hamburg-Farmsen-Berne am 9. Juni 2025 stehen. (Bildquelle: Polizei Hamburg)

41-Jähriger vor Wohnhaus durch mehrere Schüsse lebensgefährlich verletzt

Am Montagabend (09.06.2025) wurde ein damals 41-jähriger Mann gegen 19:32 Uhr im Bullskamp im Hamburger Stadtteil Farmsen-Berne durch mehrere Schüsse lebensgefährlich verletzt.
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei befand sich der Mann vor seinem Wohnhaus, als ihn ein bislang unbekannter Täter plötzlich angriff und mehrfach auf ihn schoss.
Anschließend flüchtete der Täter in unbekannte Richtung.
Anwohner hatten mehrere Schussgeräusche gehört und die Polizei verständigt.
Die alarmierten Einsatzkräfte fanden den 41-Jährigen lebensgefährlich verletzt vor dem Wohnhaus.
Daraufhin leitete die Polizei umfangreiche Fahndungsmaßnahmen mit mehr als zwei Dutzend Streifenwagenbesatzungen, Diensthunden und dem Polizeihubschrauber „Libelle“ ein.
Die Fahndung führte zunächst nicht zur Festnahme eines Tatverdächtigen.
Der Verletzte wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht und dort notoperiert. Sein Gesundheitszustand stabilisierte sich anschließend.
Die ersten Ermittlungen übernahmen der Kriminaldauerdienst (LKA 26) und die Mordkommission (LKA 41). Später ging das Verfahren an das für Spezielle Rotlicht- und Rockerkriminalität zuständige Fachkommissariat des Landeskriminalamts (LKA 65) über.
Ein silberner Van parkt am Straßenrand, umgeben von Grünflächen. Im Hintergrund ist ein weiteres Auto sichtbar.
Die Polizei Hamburg veröffentlichte weitere Aufnahmen des silbernen Mercedes Viano und bittet um Hinweise zu dem mutmaßlichen Tatfahrzeug (Bildquelle: Polizei Hamburg)

Silberner Mercedes Viano als mutmaßliches Tatfahrzeug

Im Zuge der weiteren Ermittlungen wertete das LKA 65 in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Videomaterial aus.
Dabei ergaben sich Hinweise auf einen silbernen Mercedes Viano, der mutmaßlich von dem bislang unbekannten Täter genutzt wurde.
Am 3. März 2026 veröffentlichte die Polizei Hamburg Lichtbilder des Fahrzeugs und bat die Bevölkerung um Hinweise. Die Ermittlungen zu dem versuchten Tötungsdelikt wurden fortgesetzt.

Schüsse auf Tattoostudio und Massagesalon in Hamburg-Hohenfelde

Nach dem aktuellen Ermittlungsstand vom 26. Oktober 2026 gehen die Strafverfolgungsbehörden inzwischen von einem Zusammenhang mit einer weiteren Tat aus.
Bereits am Sonntag (01.06.2025) waren gegen 01:35 Uhr die Fronten eines Tattoostudios und eines Massagesalons in der Hartwicusstraße im Hamburger Stadtteil Hohenfelde durch Schüsse beschädigt worden.
Nach den bisherigen Ermittlungen waren an dieser Tat mindestens zwei Täter beteiligt. Sie sollen nach der Schussabgabe zu Fuß in Richtung Mundsburger Damm geflüchtet sein.
Einer der Tatverdächtigen soll etwa 25 bis 30 Jahre alt gewesen sein und dunkle Kleidung getragen haben.
Das Bild einer Überwachungskamera zeigt ein menschenleeres Restaurant und ein Auto, das nachts draußen vorbeifährt. Die Szene ist in Schwarz-Weiß gehalten und spiegelt ruhige Nachtverhältnisse wider.
Auf den Überwachungsaufnahmen ist ein dunkler BMW zu erkennen. Die Polizei prüft einen Zusammenhang mit den Schüssen auf zwei Geschäfte in Hamburg-Hohenfelde. (Bildquelle: Polizei Hamburg)

Dunkler BMW auf Videoaufnahmen entdeckt

Bei der Auswertung von Videomaterial ergaben sich Hinweise auf einen weiteren verdächtigen Wagen. Dabei handelt es sich um einen dunklen BMW, der zur relevanten Tatzeit durch die Hartwicusstraße gefahren sein soll.
Nach den bisherigen Erkenntnissen soll das Fahrzeug dort unmittelbar gewendet und sich anschließend in unbekannte Richtung entfernt haben.
Die Polizei Hamburg hat nun auch Lichtbilder dieses Fahrzeugs veröffentlicht.
Die Ermittler erhoffen sich dadurch neue Hinweise zur Aufklärung der Schüsse in Hohenfelde und des versuchten Tötungsdelikts in Farmsen-Berne.

Polizei sucht erneut Zeugen zu beiden Taten

Die Polizei Hamburg bittet erneut um Hinweise aus der Bevölkerung.
Gesucht werden insbesondere Zeugen, die Angaben zu den Schüssen auf den 41-Jährigen in Farmsen-Berne, zu den beschädigten Geschäften in Hohenfelde oder zu den verdächtigen Fahrzeugen machen können.
Auch Personen, die im Zusammenhang mit den beiden Taten andere verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
Hinweise nimmt das Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter der Telefonnummer 040 4286-56789 entgegen. Zeugen können sich auch an jede Polizeidienststelle wenden.
Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Hamburg

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