Zeven – Zwei Menschen bei Brand von Wohnhaus schwer verletzt
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Bei einem Großbrand in Zeven standen ein Carport mit zehn Fahrzeugen sowie Teile eines angrenzenden Wohngebäudes in Flammen. Vier Menschen wurden verletzt, darunter zwei Schwerverletzte und ein Feuerwehrangehöriger. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf rund 750.000 Euro.
In der Nacht zum Sonntag kam es im Kastanienweg in Zeven zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst.
Um 1.48 Uhr wurden die ersten Einsatzkräfte mit dem Stichwort F2 zu einem brennenden Carport alarmiert. Aufgrund der schnellen Brandausbreitung und des hohen Kräftebedarfs wurde die Alarmstufe im weiteren Einsatzverlauf bis auf F4 erhöht.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand ein Carport mit zehn Stellplätzen und zehn darin abgestellten Fahrzeugen bereits in Vollbrand.
Die Flammen hatten zu diesem Zeitpunkt auf das unmittelbar angrenzende Wohngebäude übergegriffen. Die enorme Hitzeentwicklung wirkte sich auch auf die gegenüberliegende Straßenseite aus. Dort wurden weitere Fahrzeuge durch die Wärmestrahlung beschädigt, unter anderem begannen Lack und Kunststoffteile zu schmelzen.
Feuerwehr verhindert weitere Ausbreitung
Die Feuerwehr leitete einen umfangreichen Löschangriff ein. Ein Schwerpunkt lag darauf, eine weitere Ausbreitung innerhalb des Wohngebäudes zu verhindern.
Durch eine Riegelstellung an der vorhandenen Brandschutzwand gelang es den Einsatzkräften, die zweite Gebäudehälfte vor den Flammen zu schützen. Sie blieb zwar vom eigentlichen Brand verschont, ist nach dem Einsatz jedoch zunächst nicht bewohnbar.
Wegen der aufwendigen und personalintensiven Löscharbeiten wurden im Laufe der Nacht zahlreiche weitere Feuerwehren aus dem Landkreis nachalarmiert.
Insgesamt waren rund 150 Feuerwehrkräfte aus 22 Ortsfeuerwehren im Einsatz. Eine zusätzliche Drehleiter wurde aus Rotenburg angefordert. Eine weitere Herausforderung stellte die Sicherstellung einer ausreichenden Wasserversorgung dar.
Vier Menschen verletzt, zwei davon schwer
Der Rettungsdienst war mit 43 Kräften des DRK vor Ort und betreute während des Einsatzes 19 Personen. Nach Angaben der Feuerwehr wurden drei Personen verletzt, darunter zwei Schwerverletzte.
Zudem erlitt ein Feuerwehrangehöriger leichte Verletzungen. Die Polizei teilte mit, dass insgesamt vier Personen verletzt wurden und im Krankenhaus versorgt werden mussten.
Neben Feuerwehr und Rettungsdienst waren auch die Polizei, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, die Notfallseelsorge und die Stadtwerke in den Einsatz eingebunden.
Nach rund vier Stunden konnten die meisten Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen. Die Feuerwehr Zeven blieb für Nachlöscharbeiten vor Ort.
Zur Brandursache liegen derzeit keine Angaben vor. Die Polizei schätzt den entstandenen Gesamtschaden auf rund 750.000 Euro.
Quelle der Polizeinachricht: Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme) und Polizeiinspektion Rotenburg