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Zwei international gesuchte Straftäter von Europol festgenommen

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Mehrere schwer bewaffnete Polizeibeamte in voller Ausrüstung bewegen sich taktisch in einem Gebäude mit gezogenen Waffen.

(Symbolbild) (Bildquelle: Polizei NRW)

Internationale Ermittler haben zwei europaweit gesuchte Straftäter in der Türkei und in Spanien festgenommen. Einer der Männer soll hinter einem versuchten Mord in Ludwigsburg stehen, der andere gilt als führendes Mitglied der Camorra.

Festnahme nach versuchtem Mord in Ludwigsburg

Ein 29-jähriger türkischer Staatsangehöriger, der von deutschen Behörden gesucht wurde, ist in der Türkei festgenommen worden. Nach Angaben von Europol steht der Mann im Zusammenhang mit Ermittlungen des Polizeipräsidiums Ludwigsburg und der Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen eines versuchten Mordes am 26. April 2025 in Ludwigsburg.
Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann als Auftraggeber hinter der Tat stand. Gegen ihn lag ein internationaler Haftbefehl des Amtsgerichts Stuttgart vor.
Der Tatverdächtige wurde Anfang Mai 2026 in der Türkei festgenommen – nur wenige Tage nachdem sein Fahndungsprofil auf der Plattform „EU Most Wanted“ veröffentlicht worden war. Die Fahndung erfolgte im Rahmen der Europol-Taskforce „GRIMM“, die gegen sogenannte Gewalt-als-Dienstleistung-Netzwerke in Europa vorgeht.
Europol erklärte, dass kurz zuvor bereits ein weiterer gesuchter Straftäter festgenommen worden sei, dessen Profil zeitgleich veröffentlicht worden war.

Führendes Camorra-Mitglied in Spanien gefasst

In einem zweiten Einsatz nahmen italienische und spanische Behörden am 15. Mai 2026 ein führendes Mitglied der Camorra in Alicante fest.
Der Mann soll eine führende Rolle innerhalb des Licciardi-Clans eingenommen haben, der Teil der sogenannten Secondigliano-Allianz ist. Zu dieser Gruppierung gehören unter anderem auch der Contini- und der Mallardo-Clan.
Der Tatverdächtige war seit Juni 2025 auf der Flucht. Italienische Justizbehörden werfen ihm schwere Erpressung unter Anwendung mafiöser Methoden vor.
Nach Angaben von Europol gelang es den Ermittlern, den Mann über Bewegungen enger Familienangehöriger bis nach Spanien zurückzuverfolgen. Festgenommen wurde er schließlich im Beisein von Familienmitgliedern.

Europol und ENFAST koordinierten Fahndung

An den Ermittlungen beteiligt waren die italienische Staatspolizei, die spanische Nationalpolizei, das europäische Fahndungsnetzwerk ENFAST sowie Europol.
Europol weist darauf hin, dass Bürgerinnen und Bürger über die Plattform „EU Most Wanted“ anonym Hinweise zu international gesuchten Straftätern geben können. Bereits kleine Informationen könnten entscheidend dazu beitragen, gefährliche Straftäter europaweit aufzuspüren.
Quelle der Nachricht: Europol

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