Zwölf Festnahmen nach Ermittlungen gegen Balkan-Kartell
Redaktion Polizeiticker Deutschland
(Symbolbild) (Bildquelle: Polizei)
Am Mittwoch, 15. April 2026, wurde in Montenegro ein führendes Mitglied eines Balkan-Kartells festgenommen. Insgesamt gab es zwölf Festnahmen im Zusammenhang mit internationalem Drogenhandel.
Am 15. April 2026 unterstützte Europol die Strafverfolgungsbehörden in Montenegro bei der Durchführung einer groß angelegten Operation gegen eine bedeutende Zelle des Balkan-Kartells. Europol unterstützte zudem die Strafverfolgungsbehörden in Deutschland bei den Ermittlungen gegen potenzielle Kontaktpersonen.
Dieser Aktionstag führte zur Festnahme von zwölf Verdächtigen (vier davon in Deutschland), darunter eine in Montenegro festgenommene hochrangige Zielperson (HVT).
Die Ermittlungen, die auch von Behörden in Österreich und Spanien unterstützt wurden, konzentrierten sich auf ein kriminelles Netzwerk, das am groß angelegten internationalen Drogenhandel (Kokain und Cannabis) beteiligt war. Die Verdächtigen, die in Montenegro und Deutschland ansässig sind, sollen verschiedene Rollen innerhalb der kriminellen Organisation gespielt haben, von Finanziers über Koordinatoren bis hin zu Logistikern.
Bedeutende Kokain- und Cannabisbeschlagnahmungen
Die Justizbehörden in Montenegro erhoben Anklage gegen eine Reihe von Verdächtigen wegen ihrer Beteiligung am Handel mit 2,7 Tonnen Kokain und 1,5 Tonnen Cannabis zwischen Oktober 2024 und April 2026. Die Drogen wurden im Rahmen von 12 verschiedenen vorangegangenen Operationen in mehreren EU- und südamerikanischen Ländern beschlagnahmt. Es wird vermutet, dass das Netzwerk See- und Luftverkehrswege nutzte und dabei Schiffscontainer und andere
Das kriminelle Netzwerk steht zudem im Verdacht, Cannabis aus und über Länder wie Albanien, Thailand und die Vereinigten Staaten in die EU geschmuggelt zu haben.
Unterstützung der nationalen Ermittler durch Europol
In beiden Ländern waren rund 100 Polizeibeamte im Einsatz, um Festnahmen vorzunehmen und Durchsuchungen durchzuführen. Europol sorgte während der gesamten Ermittlungen für eine ständige Koordinierung und einen Informationsaustausch und leistete kontinuierliche analytische Unterstützung. Die gewonnenen Erkenntnisse deckten ein gut getarntes Netzwerk auf, das über Kontinente und Länder hinweg operierte. Europol leistete zudem finanzielle Unterstützung, die für Spezialausrüstung und andere operative Erfordernisse verwendet wurde.
Beteiligte Länder und Behörden:
- Österreich: Bundeskriminalamt
- Deutschland: Bundeskriminalamt, Hessisches Landeskriminalamt
- Montenegro: Abteilung für Drogenbekämpfung des Sektors für Verbrechensbekämpfung, Polizeidirektion (Odsjek za borbu protiv droga Sektora za borbu protiv kriminala, Uprava policije)
- Spanien: Guardia Civil