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«Aktenzeichen XY» – Sechs ungeklärte Fälle am Mittwoch

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Ein Moderator steht in einem schicken Anzug neben einem modernen Studiotisch, im Hintergrund eine nächtliche Skyline auf einem Bildschirm.
Moderator Rudi Cerne präsentiert ungelöste Kriminalfälle und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung. (Bildquelle: ZDF/NADINE RUPP)

Ein lebensgefährlich verletzter 15-Jähriger, der Mord an einer Lehrerin und ein seit Monaten vermisster Schweizer: Am Mittwoch, 9. September 2026, bittet «Aktenzeichen XY… Ungelöst» die Zuschauer erneut um Mithilfe. Insgesamt sechs ungeklärte Fälle stehen im Mittelpunkt der ZDF-Fahndungssendung.

Moderator Rudi Cerne präsentiert ab 20.15 Uhr vier Filmfälle sowie zwei Fälle direkt aus dem Studio. Die Ermittler hoffen dabei auf Hinweise aus der Bevölkerung.

15-Jähriger stürzt neun Meter von Brücke

Am 2. Februar 2025 fährt der damals 15-jährige Miguel Kamdem nach einem Auswärtsspiel entgegen der Absprache mit seiner Mutter nach Karlsruhe-Durlach. Als er nicht auf ihre Anrufe reagiert, ahnt sie noch nicht, was geschehen ist.
Gegen 19.30 Uhr entdecken Autofahrer den Jugendlichen lebensgefährlich verletzt unter einer neun Meter hohen Brücke. Eine Notoperation rettet sein Leben. Miguel selbst kann sich nicht daran erinnern, wie es zu dem Sturz kam.
Kurz zuvor beobachtet eine Zeugin auf der Brücke ein aggressives Gerangel zwischen vier Jugendlichen. Einen davon erkennt sie als Miguel. Sein Rucksack, seine Tasche mit den Basketballtrikots und sein Handy bleiben auf der Brücke zurück. An seiner Kleidung werden zudem DNA-Spuren von drei bislang unbekannten Personen gefunden. Die Kriminalpolizei geht von einem möglichen Verbrechen aus.

Siebenjährige bei Kindergeburtstag von Fremdem weggelockt

Ein Kindergeburtstag auf einem Sportplatz im Wald bei Oberdürenbach wird am 21. Juni 2025 zum Schauplatz eines Verbrechens. Gegen 17 Uhr entfernt sich ein siebenjähriges Mädchen kurz von der Gruppe, um zur Toilette zu gehen.
In einem nahe gelegenen Gebüsch wird das Kind offenbar von einem Fremden angesprochen. Unter einem Vorwand lockt der Mann das Mädchen vom Sportplatz weg und missbraucht es in einem Holzverschlag.
Vor der Tat fällt mehreren Zeugen ein Jogger in der Nähe des späteren Tatorts auf. Seine Beschreibung weist sowohl Ähnlichkeiten als auch Unterschiede zu jener des mutmasslichen Täters auf. Die Polizei geht deshalb derzeit von zwei verschiedenen Personen aus und sucht den Jogger als möglichen wichtigen Zeugen.

Mord an 36-jähriger Lehrerin gibt weiterhin Rätsel auf

Am Vormittag des 16. September 2024 stellt eine 36-jährige Lehrerin ihr Auto auf einem Waldparkplatz in Lampertheim ab und geht joggen. Gegen 11 Uhr trifft sie vermutlich auf ihren späteren Angreifer. Die Frau wird mit mehreren Messerstichen getötet.
Rund eine Stunde später wird ihre Leiche etwa 1,2 Kilometer vom Parkplatz entfernt entdeckt. Das Motiv ist bis heute unklar.
Die Ermittler können DNA des mutmasslichen Täters sichern. Ein Datenbankabgleich führt jedoch zu keinem Treffer. Eine freiwillige DNA-Reihenuntersuchung ergibt später Hinweise auf eine mögliche entfernte Verwandtschaft zwischen einem rumänischen Saisonarbeiter und dem unbekannten Täter. Die Polizei schliesst daher nicht aus, dass auch der Gesuchte als Saisonarbeiter in Deutschland tätig war und das Land inzwischen verlassen hat.
Gesucht wird ausserdem ein Mann, der kurz vor der Tat auf einem Baumstamm in der Nähe des Tatorts gesehen wurde. Er könnte ein wichtiger Zeuge sein.

Falsche Paketboten überfallen 82-Jährigen

Zwei maskierte Männer warten am 27. Juli 2024 im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses in Bad Soden auf einen 82-jährigen ehemaligen Lehrer. Als er nach einem Besuch bei seiner Frau im Seniorenheim nach Hause kommt, stossen ihn die Täter in seine Wohnung, fixieren ihn und durchsuchen die Räume.
Dabei finden sie einen hellgrauen Karton mit mehreren Zehntausend Euro Bargeld und flüchten.
Offenbar hatten sich die Männer als Paketboten Zugang zum Gebäude verschafft. Die Polizei vermutet, dass sie die Gewohnheiten ihres Opfers kannten: Der Senior hob nahezu jeden Freitag einen niedrigen fünfstelligen Betrag bei seiner Bank ab. Am Tatort konnten Fingerabdrücke und eine DNA-Spur gesichert werden.

Schweizer Andreas Portmann seit März vermisst

Auch ein Vermisstenfall aus der Schweiz wird am Mittwoch bei «Aktenzeichen XY» behandelt. Der 27-jährige Andreas Portmann lebt in Wattwil SG und arbeitet rund 60 Kilometer entfernt in Sargans.
Am 9. März 2026 macht er sich kurz vor 6 Uhr morgens auf den Weg zur Arbeit und kommt dabei am Bahnhof Sargans vorbei. Was danach geschieht, ist unklar.
Eine Person steht im Wald mit einem blauen Rucksack auf einem schmalen Pfad. Der Wald ist herbstlich belaubt.
Andreas Portmann wird seit dem 8. März 2026 vermisst; die Ermittler bitten um Hinweise aus der Bevölkerung. (Bildquelle: Kantonspolizei St.Gallen)
Möglicherweise steigt Portmann dort in die S17 Richtung Rapperswil und verlässt den Zug gegen 6.25 Uhr in Mühlehorn. Sicher ist, dass sein Handy um 7.03 Uhr im Bereich des Bahnhofs Mühlehorn regulär ausgeschaltet wird.
Die Kantonspolizei St. Gallen sucht Personen, die Portmann im Zug oder im Bereich des Bahnhofs Mühlehorn gesehen haben oder andere Beobachtungen zu seinem Verschwinden gemacht haben.

Cold Case: Wer ist der Tote aus der Maas?

Der zweite Studiofall reicht mehr als drei Jahrzehnte zurück. Am 20. März 1994 wird im niederländischen Fluss Maas nahe der Stadt Bergen die Leiche eines unbekannten Mannes entdeckt. Vermutlich befindet sich der Körper zu diesem Zeitpunkt bereits seit mehreren Wochen im Wasser.
Bis heute konnte die Identität des Mannes nicht geklärt werden.
Es gibt allerdings Hinweise auf Verbindungen nach Deutschland: Seine Armbanduhr sowie vermutlich Teile seiner Kleidung wurden dort gekauft. Mithilfe der Zuschauer und einer Phantomzeichnung hofft die Polizei nun, dem unbekannten Toten nach mehr als 32 Jahren endlich einen Namen geben zu können.
«Aktenzeichen XY… Ungelöst» am Mittwoch im ZDF
Die neue Ausgabe von «Aktenzeichen XY… Ungelöst» läuft am Mittwoch, 9. September 2026, um 20.15 Uhr live im ZDF. Durch die Sendung führt Rudi Cerne.

Kategorien:

Zeugenaufrufe
Ungelöste Fälle

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