Amberg-Sulzbach – Waldbrand auf 5,7 Hektar in Freudenberg
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Ein Waldbrand am Johannisberg bei Freudenberg hat rund 5,7 Hektaren Wald zerstört. Das Feuer ist inzwischen unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten dauern an. Sieben Feuerwehrleute wurden verletzt.
Am Freitagnachmittag, 31. Juli 2026, ist am Johannisberg bei Freudenberg im Landkreis Amberg-Sulzbach ein Waldbrand ausgebrochen. Gegen 17 Uhr wurden die ersten Feuerwehren alarmiert.
Im Verlauf des Abends breitete sich das Feuer am Südhang des Johannisbergs zwischen Hammermühle und Oberpennading weiter aus. Aufgrund des steilen, unwegsamen Geländes und der grossen Mengen an trockenem Totholz gestalteten sich die Löscharbeiten äusserst schwierig. Teilweise mussten sich die Einsatzkräfte Meter für Meter durch den Bergwald vorkämpfen. Ein Löschhelikopter unterstützte die Arbeiten aus der Luft.
Mehr als 300 Einsatzkräfte im Grosseinsatz
Zeitweise standen rund 330 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Technischem Hilfswerk (THW), Bayerischem Roten Kreuz (BRK), Bergwacht und weiteren Organisationen im Einsatz.
Das Landratsamt ordnete besondere Koordinierungsmassnahmen nach Artikel 15 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes an. Ein Katastrophenfall wurde jedoch nicht ausgerufen.
Mindestens sieben Feuerwehrleute wurden nach aktuellem Stand während des Einsatzes verletzt.
Brand unter Kontrolle – Nachlöscharbeiten dauern an
In der Nacht entspannte sich die Lage vorübergehend. Seit den frühen Morgenstunden wurden die Löscharbeiten mit sämtlichen verfügbaren Kräften fortgesetzt. Dank günstigeren Wetterbedingungen konnte der Vormarsch der Flammen gestoppt werden. Der Waldbrand gilt inzwischen als unter Kontrolle, vollständig gelöscht ist er jedoch noch nicht.
Nach Angaben der Behörden wurden rund 5,7 Hektaren Waldfläche zerstört. Sollte das Wetter nicht mitspielen, könnten sich die Nachlöscharbeiten noch mehrere Tage hinziehen.
Warnung an Bevölkerung
Aus Sicherheitsgründen bleibt die Kreisstrasse AS 29 zwischen Freudenberg und Bühl gesperrt. Eine Umleitung ist über die AS 18 eingerichtet.
Zeitweise wurden die Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten sowie die Hinweise der Behörden zu beachten. Nach aktuellem Stand besteht für die Bevölkerung keine unmittelbare Gefahr. Auch die Kirche auf dem Johannisberg konnte gesichert werden.
Quelle der Polizeinachricht: Landkreis Amberg-Sulzbach / Kreisbrandinspektion Amberg-Sulzbach